Speicherbandbreite

  1. Die Speicherbandbreite ist die Datentransferrate von Speicherbausteinen. Es handelt sich dabei um die Anzahl von Bits und Bytes, die in einer Zeiteinheit transferiert werden können. Die Speicherbandbreite ist daher abhängig von der Taktfrequenz und der Wortlänge. Entsprechend den Busbreiten kann die Wortlänge 16, 32 oder 64 Bit betragen, was jeweils einer Wortlänge von 2 Bytes, 4 Bytes oder 8 Bytes entspricht. Multipliziert man die Wortlänge mit der Taktfrequenz erhält man die Speicherbandbreite, die häufig auch nur mit Bandbreite bezeichnet wird. Bei einer Busbreite von 4 Bytes und einer Taktfrequenz von 200 MHz ergibt sich somit eine Speicherbandbreite von 800 MB/s. Angegeben wird die Speicherbandbreite in Bytes pro Sekunde, Kilo-Byte pro Sekunde (KB/s), Mega-Byte pro Sekunde (MB/s) und Giga-Byte pro Sekunde (GB/s).


  2. Bei Digitaloszilloskopen tritt anstelle der Bandbreite die Speicherbandbreite oder die speicherbare Bandbreite. Dieser Bandbreitenwert ermittelt sich aus der Abtastrate und dem Abtasttheorem. Danach ist die maximale Speicherbandbreite halb so groß wie die Abtastrate. Bei einer Abtastrate von beispielsweise 500 MSample/s ergibt sich eine Speicherbandbreite von 250 MHz.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Speicherbandbreite
Englisch: storage bandwidth
Veröffentlicht: 28.05.2010
Wörter: 170
Tags: #Speichertechnik #Speicher
Links: Abtastrate, Abtasttheorem, Bandbreite, Bit (binary digit), Bps (byte per second)