Skype for Business

Der Lync-Server von Microsoft wurde in Skype for Business umbenannt. Es handelt sich um eine Software-Plattform für Unified Communications (UC), die früher als Office Communication Server (OCS) angeboten wurde.

Die Entwicklung von Skype for Business und dem Linc-Server

Der erste Release Candidate des Lync Server stand im Herbst 2010 zur Verfügung. Skype for Business vereint die Internettelefonie, Webkonferenzen, Instant-Messaging (IM), Voice-Mail, File Transfer (FT), Videokonferenzen und E-Mails. Über eine einzige Telefonnummer sind Mitarbeiter über ihr Festnetzgerät, mobiles Endgerät und den Personal Computer erreichbar.

Der Server ermöglicht Presence-Anzeigen, eine Ermittlung des Standortes von Mitarbeitern mithilfe von Subnet, Switch, Port oder Kennung des WLAN Access Points sowie einen Übergang zum Instant-Messaging über Windows Live, AOL oder Yahoo. In einer Office Backstage-Ansicht lassen sich Dokumente und Präsentationen zum Instant-Messaging freigeben.

Linc-Server und Microsoft Outlook

Die Termine von PC-, Telefon- oder Webkonferenzen können aus Microsoft Outlook heraus geplant werden. Bestehende Kontaktlisten werden auf dem Mobiltelefon und dem Personal Computer synchronisiert, damit sie an jedem Gerät oder Standort aktualisiert vorliegen. Über Startlinks lassen sich Anwendungen aus dem Communicator aufrufen, mit denen die Teilnehmer einen Anrufkontext aufbauen können. Nach dem einmaligen Login ist von jedem Telefon ein Zugriff auf alle UC-fähigen Dienste möglich, darunter die Schaltung von Online-Meetings per Spracheingabe, das Einsehen von SharePoint-Aufgaben oder das Vorlesen von E-Mail mit Exchange.

Der Lync-Server ist in Active Directory integriert und besitzt neue Sprach-Features für herkömmliche Telefonanlagen, darunter Dreierkonferenzen, die Anzeige von Gesprächsdaten oder die Einbindung von Dolmetscherdiensten. Auf Server-Seite lassen sich Call-Center- und Helpdesk-Szenarien mit Interactive Voice Response (IVR), automatischer Anrufverteilung (ACD) oder Anrufaufzeichnung, Internet-Chats, Query Response Bots umsetzen. Die Freigabe der Konferenzen und Anwendungen erfolgt durch die UCMA 3.0 (Microsoft Unified Communications Managed API 3.0).

Der Software-gesteuerte Lync Server setzt mindestens einen Server 2008 R2 mit 64 Bit voraus, zur Nutzung aller neuen Funktionen auch einen Communication Server 2010. Für Entwickler stehen Tools wie Visual Studio und Microsoft .NET Framework zur Verfügung, dazu Schnittstellen zur Anwendungs-Programmierung mit dem Lync 2010 SDK für Visual Studio-Befehle in .NET Windows Presentation Foundation (WPF) und Silverlight. Mit dem Communicator Lync 2010 Managed AP lassen sich individuelle Client-Oberflächen in .NET gemäß den bestehenden internen Vorgaben anpassen.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Skype for Business
Englisch: skype for business
Veröffentlicht: 17.01.2019
Wörter: 367
Tags: Comp.- Ausführungen
Links: .NET, 3PTY (three party service), Abfrage, AP (access point), ACD (automatic call distribution)