Selbstinduktion

Selbstinduktion ist eine Induktionswirkung, die der eigentlichen Induktion entgegenwirkt. Wenn in einem stromführenden Leiter oder einer Induktivität eine Induktion erzeugt wird, dann ist die Wirkung dieser Induktion dem eigenen Stromfluss entgegengesetzt. Die stromführende Spule oder der Leiter reagieren gleichermaßen auf ihr eigenes Magnetfeld und auch von außen induzierte Magnetfelder. Die dabei entstehende Spannung ist die Selbstinduktionsspannung.


Die Selbstinduktion ist Abhängig von der Stromänderung in einem bestimmten Zeitintervall und von der Stromrichtung. Verläuft die Stromänderung in einer Spule hin zu positiveren Werten, dann ist die Magnetflussänderung ebenfalls positiv und die Induktionsspannung erhöht sich. Die Erzeugerspannung für die zur Magnetfelderzeugung und die Selbstinduktionsspannung sind einander entgegengesetzt. Dabei wirkt die Selbstinduktionsspannung dem Stromanstieg in der Spule entgegen und verlangsamt diesen.

Der Effekt der Selbstinduktion macht sich bei schnellen Stromänderungen besonders bemerkbar, so beispielsweise bei Einschalt- und Ausschaltvorgängen. Der Verlauf entspricht dem einer e-Funktion. Diese Funktion wird u.a. in Integriergliedern genutzt.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Selbstinduktion
Englisch: self induction
Veröffentlicht: 12.03.2010
Wörter: 160
Tags: #Elektronik-Grundlagen
Links: e-Funktion, Induktion, Induktivität, Integrierglied, Leiter