Selbstentladung

Selbstentladung ist ein chemischer Prozess von Batterien und Akkus, bei dem sich Batterien, ohne dass ein Verbrauchsstrom fließt, langsam entladen. Bei Primärzellen, also Batterien, erfolgt die Selbstentladung wesentlich langsamer als bei Sekundärzellen, den Akkus.


Der Prozess der Selbstentladung ist temperaturabhängig und steigt mit höher werdender Temperatur an. Deswegen sollten Batterien möglichst kühl gelagert werden. Außerdem ist die Selbstentladung abhängig vom Batterietyp.

Besonders stark ist dieser Effekt bei NiMH-Akkus, bei denen die Selbstentladung bei etwa 25 % pro Monat und sogar höher liegen kann. Dies hat zu Entwicklungen mit einer wesentlich geringeren Selbstentladung geführt, Low Self Discharge (LSD). Erreicht wird die geringere Selbstentladung durch geringere Innenwiderstände, die eine stabilere Spannung zur Folge haben.

Selbstentladung von NiCd-Akkus

Selbstentladung von NiCd-Akkus

Die Selbstentladung der LSD-NiMH-Akkus liegt bei ca. 15 % pro Monat und ist damit vergleichbar der von NiCd-Akkus. Geringer ist die Selbstentladung von Gel-Akkus und Blei-Vlies-Akkus, die bei etwa 2 % bis 6 % pro Monat liegt.

Selbstentladung eines NiMH- und eines LSD-NiMH-Akkus

Selbstentladung eines NiMH- und eines LSD-NiMH-Akkus

Da bei Batterien die Selbstentladung unmittelbare Auswirkungen auf die Lebensdauer der Batterie hat, muss bei manchen Anwendungen, wie beim Einsatz in Herzschrittmachern, auf eine möglichst geringe Selbstentladung geachtet werden. So gibt es Lithium-Akkus, die eine äußerst geringe Selbstentladung von lediglich 1 % pro Jahr aufweisen.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Selbstentladung
Englisch: self-discharge - sd
Veröffentlicht: 31.05.2016
Wörter: 205
Tags: #Batterien, Akkus
Links: AGM (absorbent glass mat), Akku (Akkumulator), Batterie, Innenwiderstand, Lebensdauer