Seebeck-Effekt

Der Seebeck-Effekt ist ein thermoelektrischer Effekt. Er ist benannt nach dessen Erfinder Thomas Johann Seebeck, der den Effekt 1821 entdeckte. Der Seebeck-Effekt besagt, dass eine Kontaktstelle aus zwei verschiedenen Metallen oder Halbleitern dann eine Spannung generiert, wenn sie an unterschiedlichen Temperaturen liegen.


Mit diesem Effekt der Thermoelektrik hatte Seebeck die Thermospannung entdeckt und gleichzeitig das erste Thermoelement. Der Effekt basiert darauf, dass ein Wärmestrom vom wärmeren zur kälteren Kontaktstelle fließt. Die Ladungsträger für den Wärmetransport verteilen sich längs der Leiter. Durch die innere Feldstärke baut sich eine nachweisbare Thermospannung auf.

Die Thermospannung ist abhängig von der Kombination der verwendeten Materialien und der Temperaturdifferenz. Die Metallkombinationen rufen Thermospannungen von einigen wenigen Milli-Volt (mV) bis zu 10 mV bei Temperaturunterschieden von 100 °C hervor. Die Thermospannungen für die verschiedenen Kombinationen sind in DIN EN 60584 festgelegt und betragen beispielsweise bei der Kombination Nickel-Chrom (NiCr) und Kupfer-Nickel (CuNi) etwa 10 mV/100 °C. Mit verbesserten Materialien wie der Kombination von Blei-Tellurid und Bismut-Tellurid werden die Wirkungsgrade verbessert.

Der Seebeck-Effekt wird in Thermoelementen und Thermogeneratoren für die Energiegewinnung, dem Energy Harvesting und dem Micro Energy Harvesting (MEH), benutzt.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Seebeck-Effekt
Englisch: Seebeck effect
Veröffentlicht: 20.09.2012
Wörter: 190
Tags: #Elektronik-Grundlagen
Links: DIN (Deutsches Institut für Normung e.V.), EN (enterprise network), Energy-Harvesting, Feldstärke, Halbleiter