Schleifenunterdrückung

Bei verzweigten Netzen kann das Problem auftreten, dass die Router, Brücken oder Interface Message Processors (IMP) einen Leitweg oder mehrere Leitwege so bestimmen, dass Schleifen entstehen. Bei einer primitiven Schleifenerkennung, wie sie in den ersten Implementierungen teilweise vorlag, sendet eine Brücke Datenpakete im Hello-Protokoll; kommt ein Hello-Datenpaket wieder zur Brücke zurück, so erkennt diese, dass eine Schleife existiert. Ein Schleifenunterdrückungs-Algorithmus wird gestartet, der zur Deaktivierung entsprechender Brücken bzw. bestimmter Brückenports führt.


Der Algorithmus ist prinzipiell beliebig, er muss nur in eine aktive Konfiguration überführen, in der zwischen zwei Brücken bzw. Netzsegmenten nur noch ein eindeutiger Weg besteht. Die Unterdrückung der Schleifen erfolgt nach dem standardisierten Spanning-Tree-Protokoll nach IEEE 802.1d. Dabei senden die Brücken oder Switches sich gegenseitig Konfigurations-Datenpakete, Bridge Protocol Data Units (BPDU). Wenn diese Datenpakete nicht mehr beim Kommunikationspartner ankommen, ist die bevorzugte Verbindung zwischen den Brücken gestört und das Spanning-Tree-Protokoll muss einen Alternativweg festlegen.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Schleifenunterdrückung
Englisch: loop avoidance
Veröffentlicht: 21.07.2011
Wörter: 161
Tags: #Routing-Prozeduren
Links: Algorithmus, BPDU (bridge protocol data unit), Brücke, Datenpaket, IEEE 802