Schärfe

Der Begriff Schärfe wird in der Akustik, der Fotografie, Bildbearbeitung und als Bildschärfe auch in der Darstellung von Bildern und Fotos benutzt.

  1. In der Akustik ist die Schärfe ein psychoakustisches Phänomen, das durch hochfrequente Schallsignale erzeugt wird und weitestgehend pegelunabhängig ist. Als Einheit für die Schärfe wurde Acum definiert; wobei 1 Acum dem Schärfeempfinden entspricht, das durch das Rauschen eines Bandpassfilters von 1 kHz mit einer Bandbreite von 200 Hz bei einem Schalldruck von 60 dB erzeugt wird. Der Asper-Wert für die Rauigkeit macht sich im Zischen bemerkbar.

  2. In der Fotografie versteht man unter der Schärfe das mit höchster Auflösung auf den lichtempfindlichen Bildsensor projizierte Aufnahmeobjekt. Die höchste Schärfe wird durch den einstellbaren Abstand zwischen dem Linsensystem des Objektivs und dem Bildsensor eingestellt, der Schärfebereich durch die Blendenzahl. Je höher die Blendenzahl, desto kleiner die Linsenöffnung und desto größer die Tiefenschärfe.

  3. In der Bildbearbeitung ist die Schärfe ein Kennwert für grafische Darstellungen, die sich in der Kontur von Objekten und abrupten Übergängen widerspiegelt. Grafikprogramme bieten entsprechende Funktionen um bei der Bildbearbeitung die Schärfe zu beeinflussen. Bei diesen Techniken werden die Helligkeistunterschiede zwischen Objekten verstärkt, wodurch die Konturen und Kanten betont werden.

  4. Bei der Bildwiedergabe spricht man von Bildschärfe. Damit ist die Auflösung feinster Bilddetails gemeint. Diese Bildschärfe wird in der Anzahl an Linien pro Millimeter, Lines per Inch (lpi) oder als Bandbreitenwert in Megahertz (MHz) angegeben. Eine hohe Bildschärfe ist dann gegeben, wenn ein Bildpunkt eintausendstel der Bildhöhe nicht unterschreitet.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Schärfe
Englisch: sharpness
Veröffentlicht: 13.05.2020
Wörter: 265
Tags: Akustik-Grundlagen
Links: Akustik, Auflösung, Bandbreite, Bild, Bildbearbeitung