SRP (stream reservation protocol)

In der Netzwerktechnik wird die Latenzzeit durch Staus negativ beeinträchtigt. Staus und Kollisionen entstehen dann, wenn im Netz mehrere Dienste simultan übertragen werden und die vorhandenen Puffer-Ressourcen überlaufen. In solchen Fällen schaffen auch Prioritätensteuerungen keine Abhilfe. Für diese Einschränkungen hat die Arbeitsgruppe IEEE 802.1Qat das Stream Reservation Protocol (SRP) standardisiert, mit dem Übertragungsressourcen dynamisch reserviert und Latenzzeiten garantiert werden können.


Das Stream Reservation Protocol (SRP) ist ein dynamisches Steuerungsprotokoll mit dem ein Übertragungspfad mit garantierten Übertragungseigenschaften zwischen den Kommunikationsteilnehmern Talker und Listener hergestellt werden kann. Der Reservierungsprozess erfolgt in mehreren Stufen: Zuerst wird eine Domain etabliert. Dabei kündigt der Talker einen Stream oder mehrere Streams an und spezifiziert die Anforderungen an die Dienstgüte. Die Bridges leiten die Ankündigung durch das Netzwerk. Der oder die Listener melden sich für den Stream an. Dazu senden die Listener eine Anmeldenachricht, die von den Bridges an den Talker weitergeleitet wird.

Das SRP-Protokoll wird im Audio Video Bridging (AVB) und in professionellen Audioprodukten eingesetzt. So in Theatern, Vergnügungsparks, Bahnhöfen, Flughäfen und auch bei Open-Air-Konzerten. Darüber hinaus wird es im Infotainment in der Automotive-Technik eingesetzt.

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Deutsch:
Englisch: stream reservation protocol - SRP
Veröffentlicht: 21.07.2017
Wörter: 194
Tags: #Ethernet
Links: Arbeitsgruppe, Automotive-Technik, AVB (audio video bridging), Brücke, Dienst