SRD (short range device)

Die SRD-Technik (Short Range Device) ist ein Kurzstreckenfunk für Entfernungen von wenigen Metern. Die SRD-Technik wird u.a. in Funkmäusen, Fernbedienungen für Fernseher oder Audio-Anlagen eingesetzt, in Zentralverriegelungen von Fahrzeugen, Überwachungsmodulen für Kfz-Komponenten, in der Telemetrie bei drahtlosen Sensoren, in der Fernwirktechnik und in Alarmanlagen.


Beim Short Range Device handelt sich um eine Funktechnik, die von der Allgemeinheit anmelde- und lizenzfrei genutzt werden kann. Da die SRD-Einrichtungen mit relativ geringer Sendeleistung (EIRP) arbeiten, haben diese Einrichtungen auch die Bezeichnung Low Power Devices (LPD).

SRD- und LPD-Frequenz- 
   und Leistungsbereiche

SRD- und LPD-Frequenz- und Leistungsbereiche

Die SRD-Technik nutzt mehrere lizenzfreie Frequenzbänder, vorwiegend die ISM-Bänder. Die nutzbaren Frequenzbänder und die zulässige Sendeleistung wurden von der RegTP festgelegt. Es handelt sich dabei um die Frequenzbänder bei 433 MHz, 868 MHz, 902 MHz, 2,4 GHz und 5,7 GHz. Darüber hinaus sollen weitere Frequenzbänder im Frequenzbereich zwischen 40 GHz und 50 GHz freigegeben werden. Allein im Frequenzbereich zwischen 433,075 MHz und 434,775 MHz stehen in einem Frequenzraster von 25 kHz 69 Kanäle zur Verfügung. Bei einer Sendeleistung von 10 mW und einer vorgeschriebenen Frequenzmodulation können bei guten topografischen Bedingungen Entfernungen von bis zu 3 km überbrückt werden.

SRD-Systeme arbeiten normalerweise unidirektional, sie haben keinen Rückkanal über den die ausgeführte Steuerfunktion bestätigt werden könnte. Die Funktionsausführung kann nur durch visuelle Kontrolle überprüft werden.

Es gibt aber auch Anwendungen, bei denen keine visuelle Kontrolle möglich ist, so bei Alarmanlagen oder bei Anwendungen in der Telemetrie. Hier können Verfahren der Fehlerkorrektur ansetzen.

Informationen zum Artikel
Deutsch: SRD-Technik
Englisch: short range device - SRD
Veröffentlicht: 05.11.2017
Wörter: 251
Tags: #Home-Networking
Links: 868-MHz-Band, Alarmanlage, EIRP (equivalent isotropically radiated power), Fehlerkorrektur, Fernwirken