SON (self organized network)

Sich selbst organisierende Netzwerke, Self Organized Networks (SON), gibt es bei den Ad-hoc-Netzen, den IP-basierte Peer-to-Peer-Netzen, bei WLANs, Mesh-Netzen und bei Mobilfunknetzen der höheren Generationen. Diese SON-Netze entscheiden nach eigenen Algorithmen über die Kooperation der Nodes mit benachbarten Nodes. Sie entscheiden selbst auf Grund von Erfahrungen mit wem sie kooperieren und mit wem nicht. Die Erfahrungen und Empfehlungen können wirtschaftlicher, sozialer oder Computer-technischer Art sein.


In der Mobilfunktechnik werden SON-Konzepte u.a. in High Speed Packet Access Plus (HSPA+) und Long Term Evolution Advanced (LTE-A) eingesetzt. Da Mobilfunknetze ständigen Änderungen in der Feldstärke, dem Durchsatz, dem Nutzerverhalten, der Teilnehmerzahl usw. unterliegen, reagieren diese Netze auf diese Veränderungen indem sie ihre Konfiguration in einem vorgegebenen Rahmen ändern und diese Änderungen an die Netzzentrale mitteilen.

So kann ein SON-Netz das Verhältnis zum Nachbarknoten oder zur Nachbarfunkzelle ändern wenn beispielsweise eine Basisstation ausfällt, um den Datenverkehr entsprechend umzuleiten, oder eine neue Funkzelle zur Entlastung des Verkehrsaufkommens eingefügt wird. Bei HSPA+ wird die Beziehung zu Nachbarknoten als Automatic Neighbour Relations (ANR) bezeichnet.

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Deutsch:
Englisch: self organized network - SON
Veröffentlicht: 18.04.2013
Wörter: 181
Tags: #Mobilfunknetze
Links: Ad-hoc-Netz, Algorithmus, Basisstation, Datendurchsatz, Feldstärke