SINR (signal to interference plus noise ratio)

3GPP hat für die Bewertung von Funkkanälen von Mobilfunknetzen wie Long Term Evolution (LTE) mehrere Parameter spezifiziert, über die die Einwahl in die Basisstation, bei LTE-Netzen eNodeB, das Handover geregelt und die Qualität gemessen wird. RSRP ist ein solcher Parameter für die Empfangsfeldstärke von Referenzsignalen, RSRQ ein weiterer für die Qualitätsbewertung, RSSI für die Empfangsfeldstärken-Anzeige und SINR für die Signalqualität. >b< Signal to Interference plus Noise Ratio (SINR) ist ein Parameter für die an der Mobilstation anliegende Signalqualität, in die auch die Störungen und das Rauschen eingehen. Bei diesem Parameter wird das Nutzsignal (P) in Relation der Summe aus Interferenzen (I) und Rauschzahl (NF) gesetzt: SINR =P/I+NF. Der SINR-Wert ist dimensionslos und wird in Dezibel angegeben.


Je größer der Pegel des Nutzsignals, desto besser der SINR-Wert. Ist das Verhältnis 10:1, also 10 dB und größer, dann handelt es sich um eine exzellente Signalqualität, zwischen 5 dB und 10 dB ist sie gut und unter 5 dB nur bedingt nutzbar.

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Deutsch:
Englisch: signal to interference plus noise ratio - SINR
Veröffentlicht: 03.05.2015
Wörter: 175
Tags: #Kenngrößen der Nachrichtentechnik
Links: Basisstation, dB (decibel), Empfangsfeldstärke, eNodeB, Handover