SAE J1939

Das SAE J1939-Protokoll ist ein von der amerikanischen Society of Automotive Engineers (SAE) spezifiziertes Protokoll mit denen elektronische Komponenten von Nutz- und Spezialfahrzeugen miteinander kommunizieren. Eingesetzt wird J1939 in dem J1939-Bus, der als Feldbus auf dem CAN-Bus basiert.


Der Protokollstack des SAE-J1939-Protokolls orientiert sich am OSI-Referenzmodell und berücksichtigt funktional die Anwendungsschicht, Vermittlungsschicht, Sicherungsschicht und die physikalische Bitübertragungsschicht. Das bedeutet, dass der J1939-Bus Brücken- und Routingfunktionen besitzt und die SAE-J-Knoten über eigene Adressen verfügen. Möglich wurde dies durch das Extended-Format des Identifiers im CAN-Datenrahmen, das in diesem Format 29 Bits umfasst. 8 Bit des Identifier-Felds werden als Adressbits für die Quell- und Zieladressen der SAE-J-Knoten benutzt. Damit kann J1939 insgesamt 254 logische Knoten und 30 physikalische Steuergeräte pro Segment unterstützen. Die Informationen werden als Signale beschrieben und in Parametergruppen zusammengefasst.

Das SAE-J1939-Protokoll, das in Nutz- und Schienenfahrzeugen, in Landmaschinen und Schiffen eingesetzt wird, berücksichtigt eine Segmentierung, Flusskontrolle, die Art der Übertragung, die bestätigt oder unbestätigt sein kann, und spezifiziert auch den Nachrichteninhalt.

Informationen zum Artikel
Deutsch: SAE J1939
Englisch: J1939
Veröffentlicht: 26.09.2010
Wörter: 174
Tags: #Feldbusse
Links: Adresse, Anwendungsschicht, Automotive-Technik, Bit (binary digit), Bitübertragungsschicht