Roaming

Roaming ist eine Technik, die eine unterbrechungsfreie Mobilkommunikation gewährleistet, wenn der Teilnehmer eine Funkzelle verlässt und in den Funkbereich einer benachbarten Funkzelle eintritt. Damit eine mobile Station innerhalb eines Mobilfunksystems ohne Unterbrechung der Mobilkommunikation von Funkzelle zu Funkzelle wandern kann, gibt es zwischen den Funkzellen ein spezielles Übergabeverfahren, das Roaming. Der Teilnehmer kann sich im gesamten Versorgungsbereich eines Mobilfunknetzes bewegen, ohne seine Kommunikation einschränken zu müssen. Auch wenn der Bereich, in dem sich der Teilnehmer befindet, nicht durch seinen Betreiber versorgt wird, kann er ohne Einschränkungen das Netz benutzen.


Das Roaming kann auch grenzüberschreitend erfolgen, nämlich dann, wenn der Betreiber im Ausland ein entsprechendes Abrechnungsabkommen mit dem nationalen Betreiber hat. Man spricht dann vom International Roaming.

Bei WLANs tritt dieses Problem in gleicher Weise auf wie bei Mobilfunksystemen. Wandert eine Mobilstation von einer Funkzelle zur nächsten, wechselt sie von einem LAN-Segment des lokalen Netzwerks in ein anderes. Um vom Sender zur mobilen Station zu gelangen, müssen die Datenpakete nun einen anderen Weg nehmen als zuvor. Das automatische und unterbrechungsfreie Re-Routing der Datenpakete in das neue Segment ist in den Protokollen für drahtgebundene Netzwerke nicht vorgesehen und muss darum in drahtlosen lokalen Netzwerken speziell realisiert werden.

Die Techniken des Roaming

Das Verwalten der Standorte der einzelnen Stationen durch die Zugangspunkte eines Mehrzellen-Netzes ist eine Möglichkeit, den Datenverkehr zwischen Stationen, die sich in unterschiedlichen Funkzellen befinden, zu regeln und abzuwickeln. Jeder Zugangspunkt muss periodisch die Stationen innerhalb seiner Funkzelle ermitteln und in einer Tabelle nachführen. Datenpakete, die für Stationen bestimmt sind, die sich nicht innerhalb dieser Funkzelle befinden, werden nicht durchgelassen. Bewegt sich eine Station von einer Funkzelle zur anderen, wird sie an der Zellengrenze von zwei Access Points gleichzeitig empfangen. In diesem Fall müssen die Access Points unter sich die Übergabe-Prozedur, das Handover-Verfahren, aushandeln und abwickeln.

Dass ein spezieller Router diese Funktion wahrnimmt, stellt eine andere Möglichkeit dar. Dieser Router erfüllt zentral die Funktionen der Access Points. Dies hat den Vorteil, dass die Access Points weniger Intelligenz und Rechenkapazität benötigen und darum billiger hergestellt werden können.

Die WiFi-Allianz hat für das WLAN-Roaming den Standard WISPr veröffentlicht, der für viele weitere Spezifikationen und Standards als Grundlage dient.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Roaming
Englisch: roaming
Veröffentlicht: 11.04.2012
Wörter: 377
Tags: #Mobilfunkdienste
Links: AP (access point), Datenpaket, Funkzelle, Kommunikation, LAN-Segment