RDK (Reifendruck-Kontrollsystem)

Die elektronische Reifendruckkontrolle (TPMS) erkennt während der Fahrt Druckabfälle in Autoreifen. Entsprechende Systeme basieren auf der Druckkontrolle am Ventil oder auf der Messung des Reifenumfangs.


Bei der direkten Druckkontrolle an den Reifenventilen werden diese mit Drucksensoren und Funksendern ausgestattet, die dann über Funk den Reifendruck in Echtzeit an den Bordcomputer übermitteln. Damit die Drucksensoren keine eigene Stromversorgung benötigen, gibt es ein System, das im ISM-Band arbeitet und bei dem der Drucksensor die notwendige Energie für die Messung und das Senden aus der Trägerfrequenz gewinnt, die ein im Auto angebrachter Transponder sendet. Diese Systeme sind relativ präzise und sind in den USA für Lkws ab 4,5 t ab 2008 vorgeschrieben.

Bei der indirekten Reifendruckkontrolle werden der Reifenumfang und die aus der Raddrehzahl resultierende Wegstrecke errechnet und ständig überprüft. Bei Druckabfall verringert sich der Reifenumfang und die Raddrehzahl erhöht sich für eine bestimmte Entfernung. Dieses Verfahren hat den Vorteil, dass es keine zusätzlichen Reifendrucksensoren oder andere elektronische Komponenten benötigt und die Berechnung auf Basis der vorhandenen Werte erfolgen kan. Allerdings werden nur starke Druckabfälle registriert.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Reifendruck-Kontrollsystem - RDK
Englisch: tire pressure monitoring system - TPMS
Veröffentlicht: 04.11.2007
Wörter: 188
Tags: #Automotive-Assistenz
Links: Bordcomputer, Echtzeit, ISM-Band, Messung, SV (Stromversorgung)