Rauschtemperatur

Die Rauschtemperatur ist ein äquivalentes Maß für das thermische Rauschen von Antennen und Mikrowellen-Empfangssystemen. Für die in Kelvin (K) angegebene Rauschtemperatur wird per Definition auf zwei Vierpole zurückgegriffen, einen nichtrauschenden und einen rauschenden.


Der nichtrauschende Vierpol muss dabei von der Beschaltung des Eingangs eine effektive Rauschtemperatur erzeugen, die der des rauschenden Vierpols mit rauschfreien Komponenten am Eingang entspricht. Der Vergleich der beiden Vierpole bezieht sich auf deren Ausgangsrauschen.

Haben funktechnische Systeme mehrere Empfangskomponenten, wie eine Antenne, den LNB-Converter, das Antennenkabel und anderer Misch- und Verstärkungseinrichtungen, so summiert sich die Rauschtemperatur jeder einzelnen HF-Komponente zur Rauschtemperatur des gesamten Empfangssystems.

Bei der Antenne bezieht sich die Rauschtemperatur auf den hypothetischen Widerstand am Eingang eines idealen, rauschfreien Empfängers. Die vom Verstärker erzeugte Ausgangsrauschleistung entspricht der am Antennenausgang spezifizierten. Die Antennen-Rauschtemperatur setzt sich zusammen aus allen Rauschquellen in ihrer Umgebung und dem Antenneneigenrauschen. Für die Signalverarbeitung ist das Verhältnis von Gain to Noise Temperature (G/T) entscheidend, da mit steigender Rauschtemperatur eine Verschlechterung der Empfindlichkeit einhergeht.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Rauschtemperatur
Englisch: noise temperature
Veröffentlicht: 20.09.2011
Wörter: 171
Tags: #Elektronik-Kenndaten
Links: Antenne, Antennenkabel, Empfänger, Empfindlichkeit, G/T (gain to noise temperature)