Rauschsperre

Eine Rauschsperre, in Englisch Squelch, unterdrückt Rauschsignale, die Kommunikations- oder Sprachsignale störend beeinträchtigen. Das kann bei der Wiedergabe von Schallplatten und Compact Discs sein, beim Sprechfunk, in Hörgeräten oder beim Empfang von unmodulierten Trägersignalen in Sendepausen.


Rauschsperren sind elektronische Schaltungen, die dann Audio- oder Videosignale unterdrücken wenn diese durch Rauschen stark beeinträchtigt werden oder sich nicht mehr gegen das Rauschen abheben. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn ein unmoduliertes Trägersignal empfangen wird. Die automatische Verstärkungsregelung (AGC) wird die NF- und HF-Verstärker in ihrer Verstärkung hochregeln und damit das Rauschen überproportional verstärken. In einem solchen Fall greift die Squelch-Funktion und sperrt das Rauschen. Erst wenn das Trägersignal wieder moduliert ist, wird die Rausch- oder Trägersignalsperre aufgehoben.

In einigen Gerätekonzepten ist der Squelch als Defaultwert voreingestellt, bei anderen ist die Rauschsperre einstellbar. Dies ist häufig bei Sprechfunkgeräten der Fall.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Rauschsperre
Englisch: squelch
Veröffentlicht: 22.02.2011
Wörter: 157
Tags: #Analogschaltungen
Links: AGC (automatic gain control), CD (compact disc), Default, HF-Verstärker, Hörgerät