Raumklang

Der Raumklang ist durch die Halligkeit geprägt und optimiert die Klangwiedergabe damit diese dem Original möglichst nahe kommt. Da der Klang durch Reflexionen und Hall an Böden, Decken und Wänden beeinflusst wird, sollen mit dem Raumklang die gleichen Effekte erzielt werden, wie sie die Tonaufnahmen umfassen, die in der Regel in größeren Räumlichkeiten aufgezeichnet wurden, in Konzertsälen, Hallen, Studios oder Freilichtveranstaltungen.


Die Basis für das Raumklangempfinden liegt in der Psychoakustik. Das menschliche Gehirn erkennt und ortet ein Geräusch oder einen Klang an dessen Lautstärke sowie den Klangverfälschungen durch Echos und Reflektionen. Dieses Phänomen wird als Head Related Transfer Function (HRTF) bezeichnet.

Den Raumklang beeinflussende Faktoren

Den Raumklang beeinflussende Faktoren

Da Raumklang aber mehr ist als die Wiedergabe von zwei Tonkanälen wie bei Stereo, setzten verschiedene Entwicklungen ein wie die Kunstkopf-Stereofonie, die die genaue Ortung der verschiedenen Schallquellen zuließ, allerdings mit Kopfhörern arbeitet. Man erkennt wo sich die Schallquelle oder der Interpret befinden, in welcher Entfernung und in welchem Winkel vor, über oder neben einem.

Diese Ansätze führten zum Surroundklang mit mehreren Lautsprechern, die vor, neben und hinter den Zuhörern angeordnet sind. Typischerweise werden solche Systeme wie Dolby-Digital, Dolby-Surround, Digital Theatre Sound (DTS), Sony Dynamic Digital Sound (SDDS) und Tomlinson Holman Experiment (THX) in Theatern, Kongresssälen, Kinos oder Heimkinos eingesetzt.

Simulation von Raumklang durch Schallreflektion

Simulation von Raumklang durch Schallreflektion

Da solche Systeme im Wohnzimmer wenig sinnvoll sind, gibt es verschiedene Lösungen um Raumklang mit zwei Lautsprecherboxen zu simulieren. Alle diese Lösungen arbeiten mit Reflexionstechniken, indem sie einen Teil des Schalls, den Surroundklang, in einem bestimmten Winkel abstrahlen, damit dieser an den Wänden reflektiert wird. Durch die Verzögerung des seitlich abgestrahlten Schalls soll das menschliche Gehirn das Klangbild als Raumklang interpretieren. Eine dieser Techniken ist Sound Retrieval System (SRS).

Informationen zum Artikel
Deutsch: Raumklang
Englisch: space sound
Veröffentlicht: 25.02.2013
Wörter: 302
Tags: #Akustik-Grundlagen
Links: Dolby-Digital, Dolby-Surround, DTS (digital theatre sound), Echo, Geräusch