RSA (Rivest-Shamir-Adleman)

Die bekannteste, bewährteste und am besten untersuchte asymmetrische Verschlüsselung, die den Rang eines internationalen Quasi-Standards einnimmt und von der ISO unter ISO 9307 standardisiert wurde, ist die RSA-Verschlüsselung, benannt nach seinen Erfindern Ronald L. Rivest, Adi Shamir und Leonard Adleman. Die Sicherheit dieser Verschlüsselung basiert auf der Schwierigkeit, eine große natürliche Zahl zu faktorisieren, d.h. alle Primzahlen zu finden, durch die sich eine Zahl ohne Rest teilen lässt.


Der RSA-Algorithmus wird als das Produkt zweier sehr großer, frei gewählter Primzahlen berechnet: n = p x q. Obwohl n als Bestandteil des öffentlichen Schlüssels bekannt gegeben wird, ist es sehr schwierig, die Primzahlen p und q aus n zu ermitteln, besonders wenn an p und q noch besondere Anforderungen gestellt werden.

RSA-Verfahren

RSA-Verfahren

Die Erfinder dieses Verfahrens schlugen bereits bei der Vorstellung des Verfahrens vor, für p und q hundertstellige Primzahlen zu verwenden. Heute wird meistens für n eine Länge von 512 Bit gewählt, d.h. für p und q ca. 77-stellige Dezimalzahlen; in manchen Anwendungen werden auch bereits 768 Bit als Schlüssellänge vorgezogen. Eine Realisierung des RSA-Verfahrens ist auch für IBM-Großrechner interessant: eine digitale Signatur mit einer Schlüssellänge von 512 Bit dauert ca. 5 ms. Wird mit dem RSA-Verfahren eine digitale Signatur geleistet, so gehört diese in die Klasse »Digital Signatures Giving Message Recovery«, da aus der Verifikation die unterschriebene Nachricht hervorgeht.

http://www.rsa.com

Informationen zum Artikel
Deutsch: RSA-Verfahren
Englisch: Rivest-Shamir-Adleman - RSA
Veröffentlicht: 18.04.2013
Wörter: 241
Tags: #Kryptografie
Links: Asymmetrische Verschlüsselung, Bit (binary digit), Digitale Signatur, ISO (international organization for standardization), Klasse