RRH (remote radio head)

Bei Funknetzen sind die Funkmodule normalerweise im Gestell der Funkbasisstation untergebracht. Von dort aus werden die HF-Signale über verlustarme Hochfrequenzkabel an die Antenne weitergeleitet. Im Gegensatz zu diesem Konzept wird bei RRH-Systemen ( Remote Radio Head) das Funkmodul an die Antenne verlagert und über eine verlustfreie digitale Übertragungstrecke mittels Fiber to the Antenna (FTTA) mit der Basisstation verbunden.

Der Vorteil des RRH-Konzepts liegt in der Verlustfreiheit der digitalen Übertragungsstrecke, wodurch die fehlende Kabeldämpfung des Koaxialkabels dem Sendepegel zugute kommt. Diese kann je nach Sendefrequenz durchaus 3 dB und höher sein. Das RRH-Konzept sieht eine Vernetzung von mehreren Funkmodulen über eine Digitalverbindung vor, mit denen dann eine größere Abdeckung erreicht wird.

Remote 
   Radio Head (RRH), Foto: global-sei.com

Remote Radio Head (RRH), Foto: global-sei.com

Für die Anbindung der Remote-HF-Einheiten stehen mit dem Common Public Radio Interface (CPRI) und der Open Base Station Architecture Initiative (OBSAI) entsprechende Schnittstellenstandards zur Verfügung. Das RRH-Konzept bietet sich als Alternative zu den Abstrahltechniken mit adaptiven Antennensystemen, den Adaptive Antenna Systems (AAS), und Multiple Input Multiple Output (MIMO) an, das Streuausbreitungswege zur Optimierung der Empfangsbedingungen nutzt.

Informationen zum Artikel
Deutsch:
Englisch: remote radio head - RRH
Veröffentlicht: 16.01.2017
Wörter: 179
Tags: Mobilfunknetze
Links: AAS (adaptive antenna system), Antenne, Basisstation, dB (decibel), Digital