RPR-Netz

Von der Topologie her handelt es sich beim Resilient Packet Ring (RPR) um einen Doppelring auf dem in beiden Richtungen mit jeweils verschiedenen Prioritäten gesendet werden kann. Die im Ring befindlichen Daten haben dabei immer Vorrang. Im Fehlerfall wird der innere Ring mit dem äußeren Ring verbunden und so die Datenübertragung wiederhergestellt. Die Wiederherstellung erfolgt in weniger als 50 ms.


Für den Fehlerfall sind im RPR-Standard zwei Schutzmechanismen vorgesehen: das Steering und das Wrapping. Beim Steering sendet im Fehlerfall der Knoten, der den Fehler erkennt, eine Nachricht an alle Netzknoten. Aus der gesendeten Information erkennen die Knoten im Unterbrechungsfall die Richtung in der die folgenden Pakete gesendet werden müssen. In der Funktion vergleichbar arbeitet das Wrapping, das mit hardwaregesteuerter Umschaltung arbeitet.

Struktur des Resilient Packet Ring (RPR)

Struktur des Resilient Packet Ring (RPR)

Im Resilient Packet Ring werden die Datenpaket von einem Startknoten in den Ring gestellt und vom Zielknoten direkt wieder entnommen. Dies wird als Destination Stripping bezeichnet. Die Datenpakete laufen also nur vom Start- bis zum Zielknoten, das können durchaus zwei aufeinander folgende Knoten sein. Dieses Verfahren führt im Gegensatz zu Token Ring oder FDDI zu einer wesentlichen Bandbreiteneinsparung. Nur bei Mehrpunktverbindungen durchläuft der Datenrahmen den kompletten Ring.

Informationen zum Artikel
Deutsch: RPR-Netz
Englisch: RPR network
Veröffentlicht: 03.03.2008
Wörter: 201
Tags: #Weitverkehrsnetze #Stadtnetze
Links: Daten, Datenpaket, DÜ (Datenübertragung), FDDI (fiber distributed data interface), Fehler