RPMA (random phase multiple access)

Random Phase Multiple Access (RPMA) ist eine von mehreren Technologien für Low Power WANs (LPWAN), die in Ingenu eingesetzt wird. Weitere LPWANs sind Low Rate WAN (LoRaWAN), IEEE 802.11ah, LTE M2M (LTE-M), Narrow Band LTE (NB-LTE) und Weightless. Diese Netztechnologien wurden für das Internet of Things (IoT) und die Maschine-zu-Maschine-Kommunikation (M2M) entwickelt. Bei den genannten Techniken geht es darum funktechnische einen möglichst weiten Entfernungsbereich zu überbrücken.


Im Gegensatz zu den anderen Netzkonzepten arbeitet RPMA auf dem ISM-Band bei 2,4 GHz, obwohl die Freiraumdämpfung bei dieser Frequenz wesentlich höher ist als bei Frequenzen unter 1 GHz. Als Funkübertragungsverfahren setzt RPMA auf die Spreizbandtechnik (DSSS) mit Mehrfachzugriff, ebenso wie auf die Steuerung der Sendeleistung und eine hohe Empfängerempfindlichkeit, die bei -142 dBm liegt. Das gesamte Übertragungsbudget beträgt 172 dB. Die Datenrate liegt bei 2 kbit/s und damit ist sie optimal für IoT-Anwendungen. Die Reichweite beträgt bei Sichtverbindungen bis zu 65 km und bei Nicht-Sichtverbindungen bei etwa 20 km.

Neben der großen flächenmäßigen Abdeckung ist das Verfahren auf geringsten Energiebedarf optimiert, um eine möglichst langjährige Batterielaufzeit sicher zu stellen. Dafür sorgt auch ein spezielles Verbindungsprotokoll, bei dem die Zugriffspunkte die Knoten anpingen um deren Status zu überprüfen.

Das RPMA-Verfahren wird in verschiedenen LPWAN-Netzen eingesetzt. Es wird versucht das proprietäre RPMA als IEEE-Standard zu etalieren.

Informationen zum Artikel
Deutsch:
Englisch: random phase multiple access - RPMA
Veröffentlicht: 27.11.2015
Wörter: 228
Tags: #Weitverkehrsnetze
Links: 802.11ah, Batterielaufzeit, Datenrate, dB (decibel), dBm (decibel milliwatt)