RPC (remote procedure call)

Remote Procedure Call (RPC) ist ein von Sun Microsystems für das Network File System (NFS) entwickeltes Protokoll für die Sitzungsschicht und ermöglicht einen entfernten Aufruf einer Prozedur.


Jeder Server im Netz stellt im Rahmen dieses Konzeptes eine Anzahl von Diensten zur Verfügung, die mit der RPC-Prozedur angefordert werden können. Diese Funktionen sind als Prozeduren eines Programms realisiert und können unter Angabe von Serveradresse, Programmnummer und Prozedurnummer angesprochen werden.

Der Server, der RPC-Dienste unterstützt, bekommt Anfragen von Clients, auf denen die Anwendung lokal verarbeitet wird. Erhält der Server eine RPC-Anfrage vom Client, führt er eine lokale Prozedur aus. Nach Beendigung der Prozedur überträgt er die Ergebnisse zum Client und wartet auf die nächsten Anfragen. Um Sicherheitsaspekte zu gewährleisten, muss sich der Client beim Server ausweisen. Diese Berechtigung erstreckt sich auch auf die Nutzung anderer Dateien.

Remote Procedure Call (RPC) ist anwendungsorientiert und setzt auf dem UDP-Protokoll oder dem TCP-Protokoll auf. Remote Procedure Call ist eine IETF-Spezifikation und in RFC 1831 beschrieben.

Informationen zum Artikel
Deutsch:
Englisch: remote procedure call - RPC
Veröffentlicht: 02.09.2018
Wörter: 172
Tags: #Remote-Dienste
Links: Autorisierung, Client, Dienst, NFS (network file system), Protokoll