RFID-Frequenz

Radio Frequency Identification (RFID) ist die drahtlose Übertragung eindeutig gekennzeichneter Codes zur Identifikation von Waren, Gütern, Dienstleistungen und Personen. Generell kann die Funkübertragung der RFID-Daten auf allen Funkfrequenzen erfolgen, wird aber für bestimmte ISM-Bänder begrenzt, da diese lizenzfrei sind.


Die unterschiedlichen Frequenzbereiche unterscheiden sich in ihren Eigenschaften hinsichtlich der überbrückbaren Entfernung zwischen RFID-Tag und RFID-Lesegerät, der Penetration der Waren und dem Einfluss von elektromagnetischen Störungen. An der Standardisierung der RFID-Technologie beteiligen sich die internationale Standardisierungs-Organisation (ISO) und EPCglobal.

RFID-Frequenzen von Langwelle bis zur Mikrowelle

Der niedrigste Frequenzbereich für RFID liegt im Langwellenbereich zwischen 30 kHz bis 135 kHz, diese Frequenzen werden in Europa genutzt, aber auch in Nord- und Südamerika sowie in Japan, vorwiegend für RFID-Karten. Diese Technik arbeitet mit induktiver Kopplung. Ursprünglich wurde die Frequenz von 134,2 kHz für die Identifikation von Nutztieren benutzt. Da bei diesen Frequenzen die Übertragungsrate und auch die Reichweite relativ gering sind - sie liegen zwischen einigen Zentimetern und einem Meter - und außerdem die Antenne äußerst lang, werden sie nicht allzu oft benutzt, vorwiegend in industriellen Umgebungen, in Wegfahrsperren und Zugangskontrollen.

RFID-Frequenzbereiche

RFID-Frequenzbereiche

Es gibt mehrere HF-Bereiche und zwar bei 6,78 MHz, 13,56 MHz, 27,125 MHz und 40,680 MHz, die alle in ISM-Bändern liegen. In diesen Bereichen hat die RFID-Übertragung eine Reichweite zwischen einige Zentimetern und einigen Metern. Das Frequenzband zwischen 6,765 MHz und 6,795 MHz wird in Deutschland allerdings nicht für RFID genutzt und nutzt für die Energieübertragung Backscattering. Das am häufigsten benutzte Frequenzband liegt bei 13,56 MHz. Im UHF-Bereich stehen für RFID gibt es Frequenzbänder bei 433,920 MHz ist das unterste Frequenzband im UHF-Bereich, die weiteren liegen bei 850 MHz bis 950 MHz mit den RFID-Frequenzen von 868 MHz (Europa), 889 MHz, 915 MHz (USA) und 950 MHz (Japan). Die beiden letztgenannten Frequenzbereiche werden international nicht einheitlich genutzt. Während in Europa die Betriebsfrequenzen von 865 MHz bis 870 MHz dominieren, werden in den USA 915 MHz benutzt. Mit all diesen Frequenzen können Reichweiten von bis zu 100 m überbrückt werden.

Die Mikrowellenbänder von RFID

RFID-Frequenzen und Anwendungen

RFID-Frequenzen und Anwendungen

Mit 2,45 GHz und 5,8 GHz werden auch ISM-Bänder im Mikrowellenbereich für RFID genutzt. Es gibt noch einen weiteren Frequenzbereich mit Frequenzen von 24,125 GHz für diese Mikrowellen-Tags. Mikrowellen-Tags zeichnen sich durch eine hohe Lesegeschwindigkeit aus, die überbrückbaren Reichweiten liegen zwischen 1 m und 10 m. Sie werden daher Anwendungen mit sich schnell bewegenden Objekten wie Kraftfahrzeugen oder in Mautstationen eingesetzt.

Die EPCglobal, eine internationale Organisation für die Weiterentwicklung des Electronic Product Codes (EPC), hat die Sendefrequenz für RFID-Tags auf 866 MHz bis 956 MHz spezifiziert.

Informationen zum Artikel
Deutsch: RFID-Frequenz
Englisch: RFID frequency
Veröffentlicht: 13.08.2019
Wörter: 425
Tags: #Warenwirtschaft
Links: 868-MHz-Band, Antenne, Code, EPC (electronic product code), EPCglobal