RDMA (remote DMA)

Remote Direct Memory Access (RDMA) ist eine Technik mit der Daten, die sich im Hauptspeicher befinden, zwischen Computern oder Servern ausgetauscht werden können, ohne Einbeziehung des Betriebssystems. Als Beispiel sei der schnelle und transparente Datentransfer für Host-Bus-Adapter (HBA) in Fibre-Channel (FC) angeführt.


Um die Kommunikation zwischen Server und Speicher sowie zwischen Server und Server so schnell wie möglich zu machen, benötigen die als Schnittstellen zu den Glasfasern dienenden Host Bus Adapter (HBA) ein spezielles Transportprotokoll mit minimalem Overhead. RDMA erfüllt diese Anforderung. Es unterstützt die Datenübertragung in und aus einem Server durch Implementierung eines Transportprotokolls auf der Netzwerkkarte. Durch diese Technik kann RDMA Anwendungsdaten aus dem Hauptspeicher eines Computers auslesen und in den Hauptspeicher eines anderen Computers einlesen, so, dass sie unmittelbar der Anwendungsschicht zur Verfügung stehen. Diese Prozedur erfolgt ohne dass ein Remote-System in Anspruch genommen wird und zeichnet sich aus durch den direkten transparenten Datentransfer in den Zielspeicher mit konstanten Geschwindigkeiten von 100 MByte/s und geringen Latenzzeiten.

Remote Direct Memory Access (RDMA) arbeitet mit verschiedenen Netzwerkprotokollen. So gibt es RDMA over Converged Ethernet (RoCE), das Internet Wide Area RDMA Protocol und Infiniband. Es unterstützt High Performance Computing (HPC) und kann in konvergenten Infrastrukturen in Rechenzentren und mit Supercomputern eingesetzt werden, und auch überall dort, wo niedrigste Latenzzeiten und höchste Übertragunsraten gefordert werden.

Informationen zum Artikel
Deutsch:
Englisch: remote DMA - RDMA
Veröffentlicht: 21.11.2018
Wörter: 224
Tags: #Storage-Protokolle
Links: Adapter, Anwendungsschicht, Area, BS (Betriebssystem), Bus