RD (running disparity)

Bei einigen Übertragungsverfahren spielt die Differenz der übertragenen 0-Bit-Werte zu den 1-Bit-Werten eine wichtige Rolle, da durch Ungleichheit ein Gleichspannungsanteil entsteht, der die Codierung und damit die Übertragungseigenschaften negativ beeinträchtigt.

Ist die Codierung durch ein Missverhältnis zwischen der Anzahl an logischen Nullen zu der Anzahl an logischen geprägt, spricht man von einer Running Disparity (RD), einer ständigen Disparität. Die Disparität der logischen Zustände wird zwischen dem Beginn einer Datensequenz und einem Zeitpunkt während der Datenübertragung ermittelt. Entspricht die Anzahl an logischen 0-Pegel der Anzahl an logischen 1-Pegel, besteht also keine Differenz zwischen den beiden Werten, dann gibt es auch keine Running Disparity (RD). Der RD-Wert ist 0. Ist der RD-Wert größer Null, dann werden mehr 1-Pegel-Signale übertragen, bei kleiner Null werden mehr 0-Pegel-Signale übertragen.

Das Running-Disparity-Signal kann auch zur Fehlererkennung benutzt werden.

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Deutsch:
Englisch: running disparity - RD
Veröffentlicht: 22.11.2018
Wörter: 144
Tags: DK-Grundlagen
Links: Codierung, DÜ (Datenübertragung), Fehlererkennung, NUL (null character), Übertragungsverfahren