RAIM (receiver autonomous integrity monitoring)

Receiver Autonomous Integrity Monitoring (RAIM) ist eine Technologie mit der die Richtigkeit der Messwerte von Navigationsgeräten bewertet wird. Es gibt verschiedene Anwendungen wie die zivile Luftfahrt, die stringente Anforderungen an die Präzision, Richtigkeit und Verfügbarkeit der globalen Navigationssysteme stellen. Eine der wichtigsten Forderungen richtet sich auf die Integrität der Messungen, da fehlerbehaftete und ungenaue Messungen die Sicherheit unmittelbar beeinflussen. Diese Integrität kann durch die RAIM-Technologie sichergestellt werden.


Die RAIM-Technologie nutzt ausschließlich Informationen von Global Navigation Satellite Systems (GNSS); die Ergebnisse können unmittelbar in die Navigationsgeräte für den Flug- oder Schiffsverkehr einfließen oder in alternative Navigationssysteme wie das SBAS-System oder das ABAS-System.

Um Fehlmessungen durch fehlerhafte Navigations-Satelliten oder fehlerhaft empfangene Satellitensignale auszuschließen, arbeitet das RAIM-System mit möglichst vielen Navigations-Satelliten. Zur eindeutigen Ortsbestimmung werden vier korrekt empfangene Navigationssignale benötigt. Das bedeutet, wenn ein Satellitensignal von vier Satelliten fehlerhaft ist, das die Messung fehlerbehaftet ist. Erst beim Empfang von fünf Satellitensignalen kann festgestellt werden, ob das Signal eines Satelliten falsch gemessen wurde. Der Fehler wird erkannt: Fault Detection (FD). Die Exklusion eines Fehlers - Fault Detection and Exclusion (FDE) - ist erst beim Empfang von sechs Satellitensignalen möglich.

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Deutsch:
Englisch: receiver autonomous integrity monitoring - RAIM
Veröffentlicht: 02.09.2015
Wörter: 195
Tags: #Satelliten-Navigation
Links: ABAS (aircraft-based augmentation system), Fehler, GNSS (global navigation satellite system), Information, Integrität