RAID (redundant array of inexpensive disks)

Bei RAID (Redundant Array of Inexpensive Disks) handelt es sich um ein Konzept eines Disk-Arrays für ausfallsichere hochleistungsfähige Systeme. Schon 1988 wurde dieses Konzept entwickelt, das Festplatten-Speicher fehlertolerant macht, ohne dafür eine hundertprozentige Redundanz wie das Mirroring zu erfordern. Bei RAID wird die Arbeit mehrerer Festplattenlaufwerke durch einen RAID-Controller koordiniert. Dieser verteilt die Datenlast auf die einzelnen Festplatten und reduziert das Fehler- und Verlustrisiko.


Moderne RAID-Controller sorgen dafür, dass von mehreren Festplatten eine ausfallen kann, ohne die Systemsicherheit zu gefährden. Eine merkliche Sicherheitseinbuße gegenüber dem Mirroring ist damit nicht verbunden, denn der gleichzeitige Ausfall zweier von fünf Festplatten ist sehr unwahrscheinlich. Die Voraussetzung dafür ist allerdings, dass jede Platte mit einem eigenen Netzteil ausgestattet ist.

Die verschiedenen RAID-Level

Da RAID-Festplatten im laufenden Betrieb auswechselbar sind, merken die Anwender zu keinem Zeitpunkt etwas von dem Platten-Crash.

RAID-Array von VirtualU

RAID-Array von VirtualU

Mit RAID werden mehrere Sicherheitsstrategien verfolgt, die mit Level bezeichnet werden. Es gibt sechs Berkeley-RAID-Level, daneben haben sich noch weitere RAID-Level etabliert, bei einigen handelt es sich um proprietäre. Diese Level werden mit den Ziffern von 0 bis 7 und 10 bezeichnet und beziehen sich auf unterschiedlichste Sicherheitsstufen und Systemgrößen.

Die verschiedenen RAID-Level

Die verschiedenen RAID-Level

RAID 0, der auch mit »Data Striping« bezeichnet wird, definiert das gleichzeitige Lesen und Schreiben von Datenblöcken auf mehreren Festplatten ohne Paritätskontrolle. RAID 0 arbeitet nicht fehlertolerant.

RAID 1: Beim »Drive Mirroring« von RAID 1 erfolgt eine Datenduplizierung durch Spiegelung der Platten, wodurch eine hohe Fehlertoleranz erreicht wird.

RAID 2: Systeme mit RAID 2, das auch als »Hamming Systeme« bezeichnet werden, teilen die Datenblöcke in einzelne Bytes auf und schreiben sie auf die Festplatten des Arrays.

RAID 3: In RAID 3, dem »Byte-Striping mit Parity-Disk«, werden die Datenblöcke in einzelne Bytes aufgeteilt und abwechselnd auf die Festplattenlaufwerke geschrieben.

RAID 4: Die nächst höhere Stufe ist das »Block-Striping mit Parity-Disk« von RAID 4, mit vollkommen separaten Festplattenlaufwerken und Speicherung der Paritätsdaten auf einer separaten Festplatte.

RAID 5: Bei RAID 5, dem »Block-Striping mit verteilter Parity«, arbeiten die Laufwerke unabhängig voneinander und die Paritätsdaten werden über alle Platten verteilt gespeichert.

RAID-Controller, Foto: Heise-Verlag

RAID-Controller, Foto: Heise-Verlag

RAID 6: Bei RAID 6 sind die Paritätsdaten in doppelter Form gespeichert. Und bei RAID 7: ist ein eigener Rechner für die Plattenverwaltung zuständig.

RAID 10: RAID 10 ist eine Kombination aus RAID 0 und RAID 1.

Das RAID-Advisory-Board (RAB) hat zur Vergleichbarkeit der RAID-Systeme Extended Data Availability and Protection (EDAP) definiert, das drei Verfügbarkeitsstufen mit insgesamt über zwanzig verschiedenen Kriterien kennt, in denen die Funktionsweisen und Aufgaben der RAID-Systeme genauer definiert sind.

Informationen zum Artikel
Deutsch: RAID-System
Englisch: redundant array of inexpensive disks - RAID
Veröffentlicht: 02.11.2013
Wörter: 421
Tags: #Storage-Konzepte
Links: Array, Berkeley-RAID-Level, Byte, Datenblock, DGT (digit)