Queuing-Management

Mit dem Queuing Management sollen die Auswirkungen einer Stausituation auf einer Link verringert werden. Das Management soll für verkehrssensitive Verkehrsströme einen bestimmten Mindestdurchsatz gewährleisten. Zu diesem Zweck werden in den Warteschlangen Datenpakete mit DSCP-Parametern ( Differential Service Code Point), IP-Adressen oder TCP-Portnummern eingestellt, da sich die einzelnen Queuing-Verfahren in der Abarbeitung der Warteschlangen unterscheiden. So bietet das FIFO-Queuing nur eine Warteschlange, die nach dem Prinzip First In First Out (FIFO) arbeitet. Das bedeutet, dass Datenpakete, die zuerst bearbeitet wurden, auch zuerst wieder ausgeliefert werden.


Beim Custom Queuing können bis zu 16 Warteschlangen eingerichtet werden, die einen Anteil an der verfügbaren Bandbreite erhalten. Dieser Anteil wird über die Anzahl der Datenpakete festgelegt, die im Round-Robin-Verfahren der Warteschlange entnommen werden.

Das Priority Queuing (PQ) arbeitet mit der Priorisierung von Datenpaketen. Warteschlangen, die Datenpakete mit hoch priorisierten Datenpaketen enthalten, werden immer vor solchen mit niedrig priorisierten Paketen abgearbeitet. Vorteile hat dieses Verfahren bei Verbindungen mit Echtzeitdiensten wie der Internettelefonie (VoIP). Diese verzögerungssensitiven Dienste haben immer Vorrang vor anderen Verkehrsarten.

Das Management des Weighted Fair Queuing (WFQ) und des Class Based Weighted Fair Queuing (CBWFQ) richtet sich auf die Priorisierung von Sprachinformationen und damit auf die Optimierung der Übertragungsbandbreite sowie auf die Bildung von Verkehrsklassen, nach Eingangsinterfaces oder nach Access Lists (ACL).

Informationen zum Artikel
Deutsch: Queuing-Management
Englisch: queuing management
Veröffentlicht: 07.01.2004
Wörter: 212
Tags: #Internetworking-Strukturen
Links: Bandbreite, CBWFQ (class based weighted fair queuing), Datenpaket, DSCP (differential service code point), FIFO (first in first out)