Pulskompression

Die Pulskompression ist ein Verfahren zur temporären Verkürzung von optischen Lichtimpulsen um deren Pulsdauer zu reduzieren, da diese bei der optischen Übertragung durch Dispersion verbreitert werden. Es geht dabei um ultrakurze Pulse im Bereich von Picosekunden (10exp-12) und Femtosekunden (10exp-15).


Eine lineare Pulskompression kann bei Pulsen angewendet werden, die Ein- und Ausschwingen (Chirp). Dieses Chirpen zeigt sich in der Zeitabhängigkeit der Augenblicksfrequenzen der optischen Pulse, die steigende und fallende Frequenzen haben können. Durch die Pulskompression kann das Ein- und Ausschwingen reduziert oder ganz entfernt werden. Dies kann durch Dispersionskompensation erfolgen; durch ein Prismenpaar, durch Bragg-Gitter, spezielle Dispersions-kompensierte Glasfasern wie die DSF-Faser, DCF-Faser oder die NZDSF-Faser. Bei der linearen Pulskompression wird die schmalste Pulsbreite durch die optische Bandbreite bestimmt.

Pulskompression 
   mit Dispersive Kompressor

Pulskompression mit Dispersive Kompressor

Bei der nichtlinearen Pulskompression wird hingegen zuerst die optische Bandbreite mittels nichtlinearer Interaktionen wie einer Phasenmodulation erhöht. Dies führt in den meisten Fällen zu einem verbreiterten Chirp-Puls, der dann mittels linearer Pulskompression zeitlich komprimiert wird.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Pulskompression
Englisch: pulse compression
Veröffentlicht: 23.04.2018
Wörter: 164
Tags: #Optische Übertragung
Links: Bandbreite, Bragg-Gitter, DCF-Faser, Dispersion, Dispersionskompensation