PowerNET

Ursprünglich wurde Powerline als Alternativtechnik zu den DSL-Verfahren entwickelt. Da sich Powerline gegen die DSL-Techniken nicht durchsetzen konnte, hat man sich auf den Inhouse-Bereich mit den Home-Networks konzentriert. Der Vorteil eines Powerline-Netzes, das unter dem Produktnamen PowerNET vermarktet wird, ist der, dass in allen Häusern das Stromnetz als Netzinfrastruktur benutzt werden kann.


Die Übertragung erfolgt auf dem Niederspannungsnetz, auf dessen Netzspannung die Datensignale über ein Powerline-Modem, genannt PowerNET-Modul, aufmoduliert werden. Die Daten sind damit im Inhouse-Bereich an jeder Steckdose verfügbar, vorausgesetzt die drei Phasen des Drehstroms werden am Zählerkasten mit PLC-Modems überbrückt.

PowerNET-Modul mit WLAN-Adapter von Devolo

PowerNET-Modul mit WLAN-Adapter von Devolo

Die für die Übertagung zur Verfügung stehende Bandbreite hängt von der Qualität des Stromnetzes ab und soll 5 MHz bis 8 MHz betragen. Dies reicht für eine Datenrate von 10 Mbit/s bis ca. 14 Mbit/s. Um Störungen von Verbrauchsgeräten zu vermeiden, arbeitet PowerNET mit Orthogonal Frequency Division Multiplex (OFDM) und automatischem Frequenzwechsel. Da die Übertragung transparent ist, können so Ethernet-Netze aufgebaut werden. Darüber hinaus kann die Kommunikation über PowerNET mit einer DES-Verschlüsselung abhörsicher gemacht werden.

Die Datenrate von PowerNET liegt bei 14 Mbit/s; es können bis zu 16 Personal Computer (PC) angeschlossen werden. Die Kommunikation ist durch eine DES-Verschlüsselung mit 56 Bit gesichert.

Informationen zum Artikel
Deutsch: PowerNET
Englisch: PowerNET
Veröffentlicht: 01.02.2013
Wörter: 217
Tags: #Home-Networking
Links: Bandbreite, Bit (binary digit), Daten, Datenrate, DES (data encryption standard)