Polarisationsmodendispersion

Die Polarisationsmodendispersion, Polarization Mode Dispersion (PMD), ist eine Dispersion, die bei hohen Datenraten in Monomodefasern eine Rolle spielen kann. Die Polarisationsmodendispersion ist auf die Unsymmetrie des Kernglases eines Lichtwellenleiters zurückzuführen, die durch externe Einflüsse wie Druck, Zug und Temperatur beeinflusst werden kann.

Diese Unsymmetrie führt zu Laufzeitunterschieden zwischen zwei senkrecht zueinander stehenden Polarisationsmoden. Die Polarisationsmodendispersion ist der über einen definierten Wellenlängenbereich gemittelte Wert der differenziellen Gruppenlaufzeit (DGD). Sie wird im PMD-Koeffizient ausgedrückt.

Bei kleinem PMD-Koeffizienten können in Monomodefasern hohe Datenraten über große Entfernungen übertragen werden. Die Polarisationsmodendispersion begrenzt die Entfernung mit dem Quadrat der Bitrate. So wird die Entfernung bei dem Optical Carrier (OC) OC-192 auf 1/16 des Wertes von OC-48 begrenzt und bei OC-768 auf 1/256 von OC-48. Diese Entfernungsbegrenzung kann nur mit zusätzlichen Regeneratoren ausgeglichen werden. Da die meisten DWDM-Systeme mit OC-48 arbeiten, sind die Beeinträchtigungen vernachlässigbar.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Polarisationsmodendispersion
Englisch: polarization mode dispersion - PMD
Veröffentlicht: 09.02.2019
Wörter: 148
Tags: #Optische Übertragung
Links: Bitrate, Datenrate, DGD (differential group delay), Dispersion, DWDM (dense wavelength division multiplexing)