PoC (push-to-talk over cellular)

Push-to-Talk over Cellular (PoC) ist ein IP-gestützter Sprachdienst in General Packet Radio Service (GPRS). Bei diesem Direktruf-Sprachdienst erfolgt die Vermittlung ohne Verbindungsaufbau durch den Wählvorgang.


Der Dienst nutzt den Always-on-Betrieb bei dem die Teilnehmer permanent mit dem Internet verbunden sind und überträgt mit dem IP-Protokoll die Sprachdaten ohne Zeitverzug an einen anderen Teilnehmer. Beim Push-to-Talk drückt der Teilnehmer eine Taste und kann sofort zu einem oder mehreren Teilnehmern sprechen, wie beim Walkie-Talkie, allerdings ohne Reichweitenbegrenzung.

Für Push-to-Talk muss das mobile Endgerät das Session Initiation Protocol (SIP) unterstützen, das in UMTS-Netzen die Anrufsignalisierung übernimmt. Der Mobilfunkteilnehmer erhält eine logische Adresse, über die er Verbindungen zu IP-Diensten aufbauen kann.

Protokollstack für PoC-Anwendungen

Protokollstack für PoC-Anwendungen

Voraussetzung für den Push-to-Talk-Betrieb ist die volle IP-Durchgängigkeit bis hin zu Peer-to-Peer-Verbindungen. Mit dieser Problematik beschäftigt sich das Third Generation Partnership Project (3GPP) und definierte IP-Multimediadienste für Peer-to-Peer-Netze.

Die Open Mobile Alliance (OMA) hat für Mobilfunknetze das Push-to-Talk over Cellular (PoC) standardisiert.

Informationen zum Artikel
Deutsch:
Englisch: push-to-talk over cellular - PoC
Veröffentlicht: 07.07.2011
Wörter: 169
Tags: #GSM-Netze
Links: 3GPP (third generation partnership project), Adresse, Always-on-Betrieb, CPE (customer premises equipment), GPRS (general packet radio service)