Pilotton

Pilottöne sind Zusatz-, Steuer- oder Kontrollsignale, die in der Fernmelde- und Rundfunktechnik neben den Nutzsignalen übertragen werden. Sie können unterschiedlichste Funktionen haben und beispielsweise für die Kontrolle und Überwachung der Kennwerte der Übertragungsstrecke oder als Zusatzsignale für Modulationen eingesetzt werden.

In Trägerfrequenzsystemen wird beispielsweise ein Pilotton mit einer Frequenz von 60 kHz eingesetzt, mit einer Dauer von einer Sekunde. Mit diesem Pilotton werden Störungen der Übertragungsstrecke und Abweichungen in den Kanaleigenschaften ermittelt.

Anders ist es im UKW-Rundfunk, der mit einem 19-kHz-Pilotton arbeitet. Dieser Pilotton wird für die Regenerierung des Stereo-Unterträgers genutzt. Der Pilotton liegt mit seiner Frequenz von 19 kHz innerhalb des UKW-Übertragungsbereichs, ist allerdings nicht mehr hörbar.

Pilotton 
   im UKW-Rundfunk

Pilotton im UKW-Rundfunk

Durch Frequenzverdoppelung wird aus dem Pilotton die Trägerfrequenz von 38 kHz gewonnen, die dem amplitudenmodulierten Differenzsignal aus dem linken und rechten Stereosignal (L-R) zugesetzt wird. Diese Maßnahme ist erforderlich, weil das (L-R)-Signal in Amplitudenmodulation mit unterdrückter Trägerfrequenz übertragen wird. Erst durch das Zusetzen des Trägers kann das (L-R)-Signal demoduliert werden.

Darüber hinaus wird der Pilotton zur Stereo-Anzeige auf dem Rundfunkempfänger benutzt.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Pilotton
Englisch: pilot tone
Veröffentlicht: 16.04.2015
Wörter: 188
Tags: Rundfunk
Links: AM (amplitude modulation), Frequenz, Kilohertz, Modulation, Sekunde