Phasenverschiebung

Eine Phasenverschiebung kennzeichnet den zeitlichen Versatz der Phasenlage eines Signals zwischen Ein- und Ausgang eines Zwei- oder Vierpols oder den Versatz zwischen den Phasen von zwei oder mehreren Signalen. Es ist die Verzögerung eines Signals gegenüber einem Referenzsignal.

Phasenverschiebungen kommen bei periodischen Signalen vor, bei Sinussignalen, ebenso wie bei Dreiecksignalen oder Pulsen. Der Bezugspunkt für Phasenverschiebungen sind Referenzzeitpunkte. Der zeitliche Versatz des phasenverschobenen Signals zu diesen Referenzzeitpunkten, beispielsweise die Mitte der Anstiegsflanke eines Pulssignals oder dem Nulldurchgang einer Sinusschwingung, wird in Relation zu der Periodendauer und damit zur 360° gesetzt. Bei einem Sinussignal wird zur Ermittlung der Phasenverschiebung beispielsweise der Nulldurchgang als Referenzzeitpunkt benutzt und der Versatz der beiden Sinussignale in zeitliche Relation gesetzt.

Phasenverschiebung zwischen zwei Sinusschwingungen

Phasenverschiebung zwischen zwei Sinusschwingungen

Phasenverschiebungen sind nicht auf elektrische Signale begrenzt, sondern auf alle Wellenarten. Sie entstehen in frequenzabhängigen Schaltungen, in Filtern, Hoch- und Tiefpässen, RC-Gliedern oder auch in aktiven Schaltungen und können auch von Phasenschiebern in Schritten oder kontinuierlich erzeugt werden.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Phasenverschiebung
Englisch: phase shift
Veröffentlicht: 09.11.2010
Wörter: 162
Tags: #Kenngrößen der Nachrichtentechnik
Links: Filter, Periodendauer, Phase, Phasenschieber, Puls