Phasenumtastung

Bei der Phasenumtastung, Phase Shift Keying (PSK), handelt es sich um eine Phasenmodulation für digitale Signale. Bei diesem Verfahren hat das Signal eine konstante Frequenz und eine konstante Amplitude. Die Phasenlage des Trägersignals ändert sich sprunghaft im Rhythmus des digitalen Modulationssignals.


Bei einer zweiwertigen Phasenumtastung (2PSK) wird dem Digitalwert »0« eine Phasenlage zugeordnet, beispielsweise 0 Grad, und der digitalen »1« die zweite Phasenlage von 180 Grad. Die Phasenumtastung mit zwei Zustandsänderungen nennt sich Zweiphasenumtastung (BPSK). Da die Übertragungsgeschwindigkeit bei einer Umtastung zwischen zwei Zuständen relativ gering ist, gleichzeitig aber eine bestimmte Bandbreite genutzt wird, hat man Verfahren entwickelt, bei denen mehrere Phasenwinkel zur Umtastung verwendet werden, beispielsweise die Quadratur-Phasenumtastung (QPSK).

Phasenumtastung 
   mit fester Phasenlage

Phasenumtastung mit fester Phasenlage

Darüber hinaus kombiniert man die Phasenumtastung mit der Amplitudenumtastung um eine weitere Erhöhung der Übertragungsgeschwindigkeit bei gleicher Bandbreite zu erreichen. Dieses Verfahren heißt Quadrature Amplitude Modulation (QAM). Anstelle der einzelnen Bits fügt man die Bits in Gruppen von Dibits, Tribits oder Quadbits (4PSK, 8PSK, 16PSK) zusammen und tastet die Trägerfrequenz in einem bestimmten Phasenwinkel mit einer bestimmten Amplitude. Daher liegen alle Symbole auf einem Kreis und haben gleiche Amplituden.

Phasenstern für 8-PSK-Phasenumtastung

Phasenstern für 8-PSK-Phasenumtastung

Das QAM-Verfahren, mit dem höchste Übertragungsraten erzielt werden, wird u.a. bei der Übertragung in Modems eingesetzt.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Phasenumtastung
Englisch: phase shift keying - PSK
Veröffentlicht: 29.04.2016
Wörter: 212
Tags: #Umtastverfahren
Links: Amplitude, Amplitudenumtastung, Bandbreite, Bit (binary digit), Dibit