Perpendicular-Recording

Beim klassischen Magnetisierungsverfahren von Festplatten werden die Daten in Längsrichtung auf dem Speichermedium gespeichert. Dabei richtet der Schreib-/Lesekopf die magnetischen Partikel waagerecht auf der Magnetschicht aus. Dieses Verfahren wird als Longitudinal Magnetic Recording (LMR) bezeichnet. Die Speicherdichte ist dabei abhängig von der magnetischen Partikelgröße.


Anders verhält es sich beim Perpendicular-Recording. Richtet man hingegen die Magnetpartikel senkrecht zur Festplattenoberfläche aus, kann man die Speicherdichte wesentlich steigern. Das setzt allerdings voraus, dass die Magnetpartikel senkrecht magnetisiert werden. Dies erreicht man indem man den magnetischen Fluss so fokussiert, dass er tiefer in die Magnetschicht eindringt. Zu diesem Zweck werden die Magnetpole des Schreibkopfes verändert und der Hauptpol besonders schmal ausgeführt, wodurch in diesem ein verstärkter magnetischer Fluss entsteht. Der Rückpol ist dagegen breit, damit das Magnetfeld in diesem abgeschwächt wird und die vom Hauptpol geschriebenen Daten nicht durch den Rückpol gelöscht werden.

Prinzip des Perpendicular-Recordings

Prinzip des Perpendicular-Recordings

Da die Speicherdichte beim Perpendicular Magnetic Recording (PMR) höher ist als bei konventionellem Longitudinal-Recording, werden die Daten mit einem GMR-Sensor gelesen. Eine weitere Steigerung der Speicherdichte ist mit shingle magnetic recording (SMR) möglich, bei dem die Spuren optimal ausgenutzt werden.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Perpendicular-Recording
Englisch: perpendicular magnetic recording - PMR
Veröffentlicht: 17.01.2016
Wörter: 197
Tags: #Disketten, Festplatten
Links: Daten, Festplatte, GMR (giant magneto-resistive), LMR (longitudinal magnetic recording), Magnetfeld