Peering

In der Netztechnik ist Peering eine Vereinbarung zwischen Internet Service Providern (ISP) über den Austausch von Traffic. Solche Peerings können zwischen zwei oder mehreren ISPs getroffen werden und erlauben den Internet Service Providern für die Datenübertragung die Backbones der ISPs zu nutzen, die sich an dem Peering beteiligen.


Das Peering umfasst nicht nur die Netze großer ISPs, sondern auch die von kleineren um darüber die regionalen Endpunkte der Internet Access Provider (IAP) zu erreichen. Es basiert häufig auf Gegenseitigkeit, ohne gegenseitige Verrechnung des Traffics. Es können aber auch kostenpflichtige Vereinbarungen - Paid Peering - getroffen werden, wenn große Internet Service Provider, sogenannte Tier-1-Provider, mit kleineren Providern, den Tier-2-Providern, Daten austauschen. Der Datenaustausch selbst erfolgt über die Internet-Knoten, die Peering Points (PP) oder Internet Exchange Points (IXP). In Deutschland ist die German Commercial Internet Exchange (DE-CIX) in Frankfurt der größte Internet Exchange Point, weitere sind BCIX in Berlin, ECIX in Düsseldorf und N-IX in Nürnberg.

Im Peering selbst spiegelt sich das Internet wider, da sich Anbieter untereinander vernetzen und den Traffic anderer Anbieter über ihre Netze transportieren. Durch das Peering und die gegenseitige Vernetzung bekommt das Internet eine höhere Stabilität, da bei Ausfall eines Providers der Traffic über andere Provider-Netze umgeleitet werden kann. Der Datenverkehr wird kostengünstiger und schneller, da die Datenpakete den kürzesten Weg nehmen können.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Peering
Englisch: peering
Veröffentlicht: 18.04.2013
Wörter: 236
Tags: #Internet-Konzepte
Links: Backbone, Daten, Datenpaket, DÜ (Datenübertragung), DE-CIX (German commercial Internet exchange)