Pay-per-Use

Pay-per-Use ist ein nutzungsabhängiges Abrechnungsmodell bei dem nur genutzte Dienstleistungen berechnet werden. Das Pay-per-Use-Modell wird von Verlagen, Softwarehäusern und Dienstleistungsunternehmen angeboten und hat den Vorteil, dass der Kunde nur den tatsächlichen Verbrauch oder die Nutzungsdauer bezahlt.


Bei Pay-per-Use, man spricht auch von gemessenen Dienstleistungen resp. Metered Services, kann der Nutzer auf das komplette Dienstangebot und unbegrenzte Ressourcen an Informationen, Filmen, Rechenleistung, Energie oder andere Ressourcen zugreifen, er zahlt allerdings nur für die Nutzungszeit. Der Benutzer hat den Vorteil, dass er keinerlei Investitionskosten, keine Kapitalbindung, keine Wartungskosten und auch keine laufenden Kosten hat.

Im Online-Verlagswesen werden Pay-per-Use-Dienste für Recherchen in Informationsbibliotheken oder für das Abrufen und Downloaden einzelner Zeitschriftenartikel benutzt, so wie beim Content-Billing. Mit diesem Ansatz versuchen Online-Verlage ihre Kosten für eigene Recherchen und Journalisten auszugleichen.

Im Softwarebereich geht es bei Pay-per-Use um die Nutzung aktueller Software, ohne diese lizenzieren und auf dem eigenen Computer laden zu müssen. Die Nutzung der Software erfolgt dabei in der Cloud. Der Nutzer hat keine Anschaffungskosten, keine Kapitalbindung und Softwarepflege und benutzt immer die aktuellste Version. Die Abrechnung kann auf Basis der Nutzungsdauer erfolgen, die von einem zentralen Server erfasst wird.

In der Informationstechnologie können Unternehmen Computerressourcen im Pay-per-Use benutzen. So beispielsweise um Schwankungen bei der Nutzung von eigenen Rechenleistungen auszugleichen. Der Kunde hat dabei keine eigene Infrastruktur und keine Rechenressourcen, die den durchschnittlichen Rechenbedarf des Unternehmens übersteigen. Er hat die Vorteile der Skalierbarkeit, Flexibilität und der hohen Ausfallsicherheit.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Pay-per-Use
Englisch: pay per use
Veröffentlicht: 05.11.2020
Wörter: 246
Tags: Webservices
Links: Abrechnungsmodell, Ausfallsicherheit, Cloud, Computer, Content-Billing