Passiver Tag

Passive RFID-Tags sind solche, die ohne eigene Stromversorgung arbeiten und keinen Sender haben. Sie bestehen aus einem Mikroprozessor und einem Schwingkreis. Neben den reinen passiven Tags gibt es noch die semi-passiven Tags. Diese haben einen kleinen Puffer-Akku für die Speicher von volatilen Daten.


Bei den passiven Tags entspricht die Sendefrequenz des RFID-Lesegerätes der Resonanzfrequenz des Tag-Schwingkreises. Bei den Antennen der passiven Tags mit Resonanzfrequenzen von 135 kHz oder 13,56 MHz handelt es sich für gewöhnlich um eine Induktivität oder Rahmenantenne, die mit dem RFID-Lesegerät induktiv oder elektromagnetisch gekoppelt wird.

Es gibt mehrere Übertragungsprinzipien, die auf der Absorption von HF-Energie basieren. Bei der RFID-Übertragung wird die von der Antenne empfangene Hochfrequenz des Lesegerätes in elektrische Energie umgeformt und damit der Chip betrieben. Um die im Mikroprozessor gespeicherte Information zu übertragen, wird der Schwingkreis mit verschiedenen Kapazitäten beschaltet oder mit Widerständen gedämpft. Dadurch verändert sich das vom RFID-Lesegerät festgestellte Absorptionsverhalten, was einer Informationsübertragung entspricht.

Passive Tags sind wesentlich kleiner und preiswerter als aktive Tags, sie sind allerdings auch in der Reichweite begrenzt, die, je nachdem ob es sich um eine Close Coupling Integrated Chip Card (CICC), Proximity Integrated Circuit Card (PICC) oder Vicinity Integrated Circuit Cards (VICC) handelt, zwischen wenigen Zentimetern bis hin zu 10 m liegt.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Passiver Tag
Englisch: passive tag
Veröffentlicht: 29.03.2017
Wörter: 216
Tags: #Warenwirtschaft
Links: Absorption, Aktiver Tag, Antenne, Chip, CICC (close coupling integrated chip card)