PSRR (power supply rejection ratio)

Generell ist die Versorgungsspannung von aktiven Verstärkerschaltungen von Störspannungen überlagert. Bei diesen unerwünschten Signalen kann es sich um Rauschen oder Brummsignale aus der Netzspannung handeln, ebenso um Störungen, die in den Schaltnetzteilen erzeugt werden.


Diese Störungen werden über die Versorgungsspannung und kapazitiv in die aktiven Schaltungen eingekoppelt. Sie haben einen direkten Einfluss auf die zu verstärkenden Signale und beeinträchtigen u.a. das Signal-Rausch-Verhältnis. Aus diesem Grund sollte bei der Erzeugung der Versorgungsspannung der Störspannungsanteil so gering als möglich sein.

Das Verhältnis der Versorgungsspannungsänderung zur daraus resultierenden Änderung der Nutzspannung ist das Netzstörunterdrückungsverhältnis, Power Supply Rejection Ratio (PSRR). Anders ausgedrückt ist es die Spannungsänderung der Versorgungsspannung die die gleiche Amplitudenänderung bewirkt wie eine Änderung des Nutzsignals am Eingang einer aktiven Schaltung. Entspricht beispielsweise eine Versorgungsspannungsänderung von 1 V einer Nutzsignaländerung von 1 mV, dann ist die in Dezibel angegebene PSRR 10exp3 bzw. 60 dB.

Bei tiefen Frequenzen wie der Brummspannung ist die PSRR höher und kann Werte von 120 dB und mehr erreichen, bei höheren Frequenzen von einigen MHz kann dieser Wert auf 40 dB und darunter fallen.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Netzstörunterdrückungsverhältnis
Englisch: power supply rejection ratio - PSRR
Veröffentlicht: 07.07.2005
Wörter: 198
Tags: #Elektronik-Kenndaten
Links: dB (decibel), Frequenz, Megahertz, Netzspannung, Rauschen