PMOLED (passive matrix OLED)

Im Gegensatz zu den Active Matrix OLEDs (AMOLED) haben Passive Matrix OLEDs (PMOLED) keine Dünnschichttransistoren für die Aktivierung. Die einzelnen Elektroden der PMOLEDs - die Anode, die organische Schicht und die Kathode - sind streifenförmig in Zeilen aufgebaut, wobei die Zeilen der Anoden rechtwinklig zu denen der Kathoden angeordnet sind.


Die Ansteuerung kann über die Kathoden- und Anodenleitung erfolgen, wobei die Organic Light Emitting Diode (OLED), die am Schnittpunkt der Anoden- und Kathodenzeile liegt aktiviert wird und Licht emittiert. Die Helligkeit ist dabei abhängig von dem eingespeisten Strom.

Aufbau der Passive Matrix OLED (PMOLED)

Aufbau der Passive Matrix OLED (PMOLED)

Eine andere Ansteuerung kann mittels Pulsweitenmodulation (PWM) erfolgen. Dabei werden alle Kathodenzeilen gleichzeitig auf Masse gelegt und die Ansteuerung der organischen Pixel über die Anodenleitungen mit Pulsbreitenvariation durchgeführt. Diese Ansteuerung wird als Single Line Addressing (SLA) bezeichnet. Die Helligkeit der OLEDs wird spaltenmäßig von den Anoden aus mit Pulsweitenmodulation (PWM) gesteuert. Das bedeutet, dass bestimmte OLEDs für kürzere oder längere Zeit eingeschaltet werden und Licht emittieren. Die gesamte Helligkeitsansteuerung ist somit abhängig von der Zeilenaktivierungszeit und der Pulsdauer an der Anode.

Passiv-Matrix-OLED 
   mit Pulsweitenansteuerung

Passiv-Matrix-OLED mit Pulsweitenansteuerung

OLED-Displays aus PMOLEDs verbrauchen mehr Strom als solche aus AMOLEDs, vor allem durch die externen Steuerschaltungen. Sie eignen sich bestens für kleine Bildschirme und Textdarstellungen, wie sie in PDAs und MP3-Playern benutzt werden.

Informationen zum Artikel
Deutsch:
Englisch: passive matrix OLED - PMOLED
Veröffentlicht: 01.11.2010
Wörter: 223
Tags: #Aktive Bauelemente
Links: Adressierung, AMOLED (active matrix OLED), Bildschirm, Elektrode, Erdung