PIR (passive infrared)

Passive-Infrarot-Bewegungsmelder (PIR) sind IR-Detektoren aus Lithium-Tantalat (LiTaO3), die die Bewegung von Menschen erfassen und elektrische, optische oder akustische Meldesignale auslösen. Diese Bewegungsmelder arbeiten mit temperaturabhängigen Pyrosensoren, die auf Infrarotlicht einer bestimmten Wellenlänge reagieren, so auf die menschliche Körpertemperatur oder auf die Wärmestrahlung von Kraftfahrzeugen.


Die Infrarotsensoren selbst detektieren einen breiten Wellenlängenbereich und erzeugen eine Spannung von wenigen Mikrovolt (µV). Dieser Infrarotbereich liegt bei Wellenlängen zwischen 1 µm und 20 µm. Aus diesem Spektrum filtert man den Wellenlängenbereich der menschlichen Strahlung aus, der bei etwa 10 µm liegt. Vor dem Pyrosensor ist eine Fokussierlinse - Fresnel-Linse oder Selfoc-Linse - angebracht, die das aus verschiedenen Richtungen einfallende Infrarotlicht auf dem Sensor bündelt.

PIR-Bewegungsmelder, Foto: xscyz.com

PIR-Bewegungsmelder, Foto: xscyz.com

Die von PIR-Sensoren erzeugte Spannung ist abhängig von der Intensität der Wärmestrahlung, der Temperatur, Größe und der Luftfeuchtigkeit, der Temperaturdifferenz zwischen Wärmequelle und Umgebungstemperatur sowie der Bewegung der Wärmequelle. Da PIR-Sensoren bedingt durch die Fokussierung der Infrarotstrahlung mit optischen Linsen nur einen bestimmten Überwachungswinkel abdecken, werden für größere Erfassungsfelder mehrere IR-Sensoren eingesetzt.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Passiv-Infrarot-Bewegungsmelder
Englisch: passive infrared - PIR
Veröffentlicht: 12.06.2018
Wörter: 180
Tags: #Gebäudeelektronik
Links: Bewegungsmelder, Fokussierung, Fresnel-Linse, Infrarot, Infrarotsensor