PIM (protocol independent multicast)

Protocol Independent Multicast (PIM) ist eine Multicast-Technik, die unabhängig vom Routing-Protokoll arbeitet. Bei dieser Technik werden den Routing-Protokollen zusätzliche Informationen für den Multicast-Betrieb zur Verfügung gestellt. Das PIM-Protokoll, das funktional dem Distance Vector Multicast Routing Protocol (DVMRP) ähnlich ist, benutzt kein Unicast-Routing-Protokoll.


Das PIM-Protokoll stellt zwei Modi zur Verfügung. Welche der beiden Modi verwendet wird, hängt von der verfügbaren Bandbreite und der Aufteilung der Endstationen im Netzwerk ab. Es gibt den Dense-Mode (PIM-DM) mit Flooding-Algorithmus und den Sparse-Mode (PIM-SM), der auf Rendevouz-Punkten basiert. Im Dense-Mode sendet die Multicast-Quelle ihren Inhalt an jedes Ziel, bis es sich explizit bei der Gruppe abmeldet. Diese Betriebsart eignet sich für Multicast-Netze, bei denen das Verhältnis zwischen Teilnehmern und Netzsträngen ausgewogen ist. Der Sparse-Mode orientiert sich an Core Based Tree (CBT) und verwendet für jede Gruppe einen einzelnen Datenverteilungsbaum, dessen Wurzel der Core-Router darstellt. Im Sparse-Mode muss der Empfänger eine Anfrage an seinen nächsten Multicast-Router richten, oder auch direkt an die eigentliche Quelle, um der Gruppe beizutreten.

Protocol Independent Multicast ist eine IETF-Spezifikation und unter RFC 2362 beschrieben.

Informationen zum Artikel
Deutsch: PIM-Protokoll
Englisch: protocol independent multicast - PIM
Veröffentlicht: 08.03.2015
Wörter: 186
Tags: #IP-Protokolle #Routingprotokolle
Links: Bandbreite, CBT (core based tree), content, Core-Router, DVMRP (distance vector multicast routing protocol)