PESQ (perceptual evaluation of speech quality)

Perceptual Evaluation of Speech Quality (PESQ) ist die Nachfolgetechnologie von Perceptual Speech Quality Measurement (PSQM) zur objektiven Bewertung der Sprachqualität der Telefonie. Eine weitere Methode ist Perceptual Analysis Measurement System (PAMS).


PESQ ist ein in der ITU-T-Empfehlung Q.862.1 beschriebenes Verfahren, mit dem niederbitratige Sprachcodecs getestet werden und das auf realen Bedingungen für eine Ende-zu-Ende-Sprachkommunikation basiert. Bei PESQ wird ein spezifiziertes Sprachsignal an einem Ende einer Verbindung eingespeist und am anderen Ende wird eine objektive Bewertung des Ausgangssignals mit speziellen Berechnungsformeln vorgenommen. Man nutzt dabei ein psychoakustisches Modell um das subjektive Empfinden mathematisch nachzubilden. Das Ergebnis ist ein objektiver Qualitätswert, der so genannte PESQ-Wert, der zwischen 4,5 und -0,5 liegen kann und den MOS-Wert mit einbezieht. Der höchste Wert repräsentiert die beste Sprachqualität. So hat beispielsweise eine hervorragende ISDN-Verbindung mit einem Sprachcodec gemäß G.711 einen PESQ-Wert von 4,4.

Das PESQ-Verfahren wird auch für VoIP eingesetzt und berücksichtigt u.a. Paketverluste, Verzögerungszeiten, den Jitter, das Rauschen und die Codierung.

Unter P.862.2 ist eine Erweiterung des schmalbandigen Frequenzbereichs von 3,4 kHz auf 8 kHz für breitbandigere Telefonie beschrieben.

http://www.pesq.org

Informationen zum Artikel
Deutsch:
Englisch: perceptual evaluation of speech quality - PESQ
Veröffentlicht: 16.08.2012
Wörter: 186
Tags: #Telekommunikations-Sprachdienste
Links: Codierung, Erweiterung, Evaluierung, G.711, ISDN-Verbindung