PDF417

Die im Zahlungsverkehr eingesetzten 2D-Codes sind in aller Regel quadratisch aufgebaut und bestehen aus einem zweidimensionalen Bitmuster. Anders ist es mit dem 2D-Code PDF417, der im internationalen Zahlungsverkehr bei den International Payment Instructions (IPI) benutzt wird, aber auch von der Kassenärztlichen Vereinigung für medizinische Formulare und bei der elektronischen Steuererklärung Anwendung findet. Der PDF417 ist ein Stacked-Code oder Codablock, ein mehrfach gestapelter Strichcode, auch Stapelcode genannt, der aus mehreren untereinander angeordneten Strichcodes besteht.


Vom Aufbau her besteht der PDF417-Code, der von ISO/ IEC unter FCD 15438 standardisiert wurde, aus minimal 3 und maximal 90 einzelnen untereinander angeordneten Strichcode-Reihen. In Abhängigkeit von der gewählten Betriebsart kann jedes PDF417-Codefeld aus 1.100 Bytes, 1.800 ASCII-Zeichen oder 2.700 Digit bestehen. Jede einzelne Reihe ist durch eine beginnende Ruhezone, das Startmuster, die Reihen-Indikatoren, die Daten, das Stoppmuster und die nachgeschaltete Ruhezone definiert. Das Datenfeld kann dabei ein oder maximal 30 Zeichen umfassen. Da sowohl die Anzahl der Reihen als auch die Größe des Datenfeldes variabel sind, ist auch das Längen-Höhen-Verhältnis des PDF417-Codefeldes unterschiedlich.

Aufbau des 2D-Codes PDF417

Aufbau des 2D-Codes PDF417

Der PDF417-Code hat eine Fehlerkorrektur, wodurch auch beschädigte Codefelder gelesen werden können. Die Fehlerrate des PDF417 ist sehr gut und liegt im Worst Case bei einem Fehler innerhalb von 10 MB Daten, im Best Case bei einem Fehler innerhalb von 600 MB. Eingesetzt wird er vorwiegend in den Bereichen Tranasport und Logistik.

Den PDF417-Code gibt es noch in einer kompakteren Version mit einer effizienteren Platzausnutzung als Micro-PDF417.

Informationen zum Artikel
Deutsch: PDF417
Englisch: PDF417 bar code
Veröffentlicht: 26.10.2012
Wörter: 246
Tags: #Warenwirtschaft
Links: Formular, Micro-PDF417, 2D-Code, ASCII-Zeichensatz, Byte