PDCP (packet data convergence protocol)

Das Packet Data Convergence Protocol (PDCP) ist ein Konvergenzprotokoll der Benutzerebene und Steuerebene innerhalb der Luftschnittstellen von UMTS und Long Term Evolution (LTE). Das PDCP-Protokoll sorgt für die Kompression und Dekompression des IP-Headers, für den Transfer der Benutzerdaten und für die Wartung der Sequenznummern für das Trägersignal. Für die Kompression des IP-Headers benutzt PDCP das Verfahren der Robust Header Compression (ROHC).


Was die Benutzerebene betrifft, so können die Datenpakete des PDCP-Protokolls komprimiert und nicht-komprimiert werden. In der erstgenannten Konfiguration werden die Datenpakete komprimiert und der Header in den darüber liegenden Schichten angefügt. Das Protokoll benutzt die Dienste der darunter liegenden Schichten des Radio Link Control (RLC).

Der PDCP-Header besteht aus zwei Datenfeldern: dem Typfeld für die Protokoll-Dateneinheit (PDU) und dem Packet Identifier (PID). Das PDU-Typfeld zeigt an, ob es sich bei der Protokoll-Dateneinheit um eine Daten-PDU handelt, oder eine PDU für die Sequenznummern. Das PID-Datenfeld zeigt den Kompressions- und Datenpakettyp.

Das Packet Data Convergence Protocol (PDCP) wurde von 3GPP unter dem Standard TS 36.323 standardisiert.

Informationen zum Artikel
Deutsch: PDCP-Protokoll
Englisch: packet data convergence protocol - PDCP
Veröffentlicht: 12.07.2017
Wörter: 173
Tags: #UMTS-Netze
Links: 3GPP (third generation partnership project), Benutzerdaten, DP (data plane), Daten, Datenfeld