Overscan

Overscan ist eine Bildschirmdarstellung bei der der Randbereich eines Signals nicht mehr auf einem Fernsehgerät oder Monitor dargestellt wird. Aus der Historie der Fernsehgeräte wurde nur ein Kernbereich eines Fernsehbildes auf dem Bildschirm abgebildet, da die Fernsehgeräte der analogen Bauart Schwankungen in der Größe der Abbildung aufwiesen, die mit der Versorgungsspannung, der Temperatur und der Alterung der Bauelemente einher gingen.


Diesem "Beschnitt" des Bildinhaltes wird in der Produktion der Inhalte durch zwei Begrenzungen Rechnung getragen: SMPTE RP27.3 bzw. ITU-R BT.1379-1. Es ist dies der innerste Bereich "Safe Title", der immer sichtbar sein muss und der bei Einblendungen von Schrift und Symbolen oder Logos eingehalten wird. Weiterhin gibt es den Bereich der "Safe Action", der alle Inhalte die zum Verständnis der Handlung der gezeigten Inhalte erforderlich sind, enthalten soll.

Definitionsbereiche für die Bildschirmdarstellung bei Overscan

Definitionsbereiche für die Bildschirmdarstellung bei Overscan

In neuerer Zeit wurden zumindest der Bereich der "Safe Action" in den Produktion z.B. von DVDs deutlich erweitert, so dass im gegebenen Falle das gesamte Bildsignal zum vollen Genuss der Darbietung erforderlich ist. Die ehemals vorhanden Grenzen von -10% für "Safe Action" und -20% für "Safe Title", werden durch die meisten der heutigen TV-Geräte nicht mehr eingehalten. Für perfektionistische Heimkinobenutzer ist eine Darstellung mit Overscan nicht akzeptabel.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Overscan
Englisch: overscan
Veröffentlicht: 15.05.2008
Wörter: 213
Tags: #Displays
Links: Analog, Bildschirm, BT (business technology), DVD (digital versatile disc), mapping