Optischer Bildstabilisator

Um wackelfreie Bilder und Videosequenzen aufzunehmen, gibt es Digitalkameras, Camcorder und auch Smartphones mit optischen Bildstabilisatoren, Optical Image Stabilization (OIS).

Optische Bildstabilisatoren benutzen digitale Stabilisierungs-Algorithmen, die die Bewegung von Gyrosensoren erfassen und umsetzen. Gyrosensoren sind hochgenaue Sensoren, die die geringsten Lageänderungen erkennen. Diese Informationen werden verarbeitet und steuern je nach Konzept die Linse oder das Linsensystem der Digitalkamera in der, der Lageänderung entgegengesetzter Richtung, wodurch die Kamerabewegung kompensiert wird.

Die Bewegungskompensation stößt da in ihre Grenzen, wo die Bewegungsänderung eine hohe Änderungsgeschwindigkeit und -frequenz erreicht. Diese Grenzwerte liegen bei hochwertigen Bildstabilisierungen bei etwa 500 Bewegungen pro Sekunde. Diese Bewegungen lassen sich trotz der mechanischen Trägheit und der Beschleunigung des Linsensystems erzielen und bewirken eine längere Belichtungszeit.

Neben der optischen Bildstabilisierung gibt es noch die elektronische Bildstabilisierung, Electronic Image Stabilization (EIS), bei der das Verwackeln durch Verschieben des Bildes auf dem CCD-Sensor gegengewirkt wird.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Optischer Bildstabilisator
Englisch: optical image stabilization - OIS
Veröffentlicht: 07.10.2014
Wörter: 149
Tags: Digitalkameras
Links: Bild, Camcorder (camera recorder), CCD (charge coupled device), Digital, Digitalkamera