On-Demand

On-Demand (OD) bedeutet "bei Bedarf". Es handelt sich dabei um die Bereitstellung und das Abrufen von Ressourcen, Software, IT-Dienstleistungen, Computer- oder Netzleistungen, Daten- und Telekommunikationsdiensten auf Anfrage.


  1. In der Informationstechnik wurde die Bezeichnung On-Demand-Computing in den 90er Jahren von IBM für ein Computing-Konzept eingeführt. Dieses Computing-Konzept ist vergleichbar dem von Sun Microsystems entwickelten Utility-Computing. Es handelt sich dabei um eine verteilte Organisationsform, bei der unterschiedliche Datenverarbeitungsaufgaben von zusammengeschalteten Computern übernommen werden. Aus dem On-Demand-Computing ging später Software as a Service (SaaS) und daraus das Cloud-Computing hervor.

  2. In der Daten- und Telekommunikation sind On-Demand-Dienste Abrufdienste. Bei diesen Diensten werden die Informationen in einem Pool bereitgestellt, auf die die Anwender jederzeit und von jedem Ort aus zugreifen und den Informationsfluss individuell steuern können. Die Übertragung von DoD-Diensten basiert auf einer zweikanaligen Übertragung mit schmalbandigen Rückkanal für die Anwenderabrufe und einem breitbandigen Hinkanal für die Dienste-Übermittlung. Typische Beispiele sind Print-on-Demand, Fax-on-Demand, Audio-on-Demand, Music-on-Demand, Service-on-Demand oder Video-Dienste wie Video-on-Demand.

  3. On-Demand-Dienste werden in vielen Anwendungsbereichen eingesetzt. So gibt es in der Netzwerktechnik als bedarfsorientiertes Konzept Network-on-Demand, zur besseren Auslastung der Netzkapazitäten gibt es Bandwidth-on-Demand (BoD), in der Druckertechnologie Drop-On-Demand, in Speichernetzen Capacity-on-Demand (CoD), im Wissensmanagement Content-on-Demand (CoD) und im Printbereich Print-on-Demand (PoD) und Book-on-Demand (BoD).

Informationen zum Artikel
Deutsch: On-Demand
Englisch: on demand - OD
Veröffentlicht: 05.06.2019
Wörter: 207
Tags: #Demand-Services
Links: Audio-on-Demand, BoD (bandwidth on demand), Book-on-Demand, Cloud-Computing, CoD (capacity on demand)