Öffnungswinkel

Der Begriff Öffnungswinkel wird vorwiegend in der Antennentechnik benutzt, aber auch bei der Lichtabstrahlung von Leuchtdioden und bei der Einspeisung von Lichtenergie in Lichtwellenleiter. Bei der Licht- und Beleuchtungstechnik wird häufig der Begriff Ausstrahlbereich verwendet.


  1. In der Antennentechnik ist der Öffnungswinkel eine Kenngröße von Antennen, der unmittelbar auf die Abstrahlcharakteristik eingeht. Es handelt sich um den Winkel bei dem die abgestrahlte Sendeleistung der Hälfte der maximalen Sendeleistung entspricht, oder die Antennenfeldstärke um 3 dB abgefallen ist, was das Gleiche ist. Dieser Öffnungswinkel wird auch daher als Halbwertbreite bezeichnet.

    Abstrahlcharakteristik einer gebündelten Antenne mit 
   Haupt- und Nebenkeulen

    Abstrahlcharakteristik einer gebündelten Antenne mit Haupt- und Nebenkeulen

    Bei Dipol- und Yagi-Antennen hängt der Öffnungswinkel von der Anzahl und der Anordnung der Direktoren ab. Bei Parabolantennen besteht ein direkter Zusammenhang zwischen dem Durchmesser der Parabolschüssel und der empfangenen Frequenz, resp. deren Wellenlänge. Je größer der Durchmesser, desto schmaler der Öffnungswinkel. Bei einer Parabolschüssel von 70 cm und einer Satellitenfrequenz von 12 GHz, entsprechend einer Wellenlänge von 2,5 cm, ergibt sich ein Öffnungswinkel von 2,5 Grad, bei einer 1,2-m-Parabolschüssel reduziert sich der Öffnungswinkel auf 1,5 Grad.

  2. In der LED-Technik ist der Öffnungswinkel der Abstrahlwinkel der Leuchtdioden. Anders als Glühlampen sind Leuchtdioden Punktstrahler mit richtungsabhängiger Lichtabstrahlung. Dieser Fakt spielt im Besonderen bei der LED-Beleuchtung eine entscheidende Rolle, da die Strahlungsleistung, ausgedrückt durch den Raumwinkel, Steradian (sr), vom Öffnungswinkel abhängt.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Öffnungswinkel
Englisch: beam width
Veröffentlicht: 10.10.2017
Wörter: 234
Tags: #Antennen
Links: Abstrahlcharakteristik, Abstrahlwinkel, Antenne, Beleuchtung, dB (decibel)